Krimi auf Stelvio

Medaillen-Jagd! Kriechmayr jagt im Super-G Matthias-Mayer-Erbe

10.02.2026

In Bormio schlägt die Stunde der Wahrheit. Das ÖSV-Quartett um Vincent Kriechmayr will im Olympia-Super-G die Schmach der Abfahrt tilgen und das prestigeträchtige Erbe von Matthias Mayer antreten.

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© Gepa
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Nach der herben Enttäuschung in der Abfahrt peilen Österreichs Speed-Spezialisten am Mittwoch  (11:30 Uhr/live ORF 1 & Sport24-Liveticker)die Wiedergutmachung an. Vincent Kriechmayr, Marco Schwarz, Stefan Babinsky und Raphael Haaser bilden das rot-weiß-rote Aufgebot für den Olympia-Super-G auf der Stelvio. Das Ziel der Mannschaft ist dabei historisch aufgeladen: Das Quartett möchte in die Fußstapfen von Triple-Olympiasieger Matthias Mayer treten und dessen beeindruckende Erfolgsserie bei Winterspielen fortsetzen.

Kriechmayr als neuer Leader unter Druck

Vincent Kriechmayr, der bereits Silber in der Teamkombination mit Manuel Feller bejubeln durfte, steht nun vor seinem olympischen Schlussakt. Obwohl er theoretisch befreit losfahren könnte, erwartet der Oberösterreicher eine gehörige Portion Nervosität am Start. Für ihn zählt in Bormio nur die erste Einzel-Medaille, um seine Karriere mit einem weiteren Highlight zu krönen. Dass er den "Grundspeed" für ganz vorne besitzt, hat er mit seinen Saisonsiegen bereits unter Beweis gestellt.

Starkes Team als Schlüssel zum Erfolg

Die mannschaftliche Geschlossenheit soll den Ausschlag zugunsten des ÖSV geben. Kriechmayr hob vor dem Rennen die Form seiner Teamkollegen hervor: Babinsky raste in Wengen und Kitzbühel auf das Podest, während Haaser bereits zum Saisonstart in Übersee zweimal unter die Top 3 fuhr. Auch Marco Schwarz, der im nahen Livigno siegreich war, wird trotz der Strapazen der letzten Tage viel zugetraut, sofern er das nötige Vertrauen in sein Material findet.

Volles Risiko im Kampf gegen den Frust

Besonders für Marco Schwarz ist das Rennen eine Charakterprobe, nachdem er im Slalom der Teamkombi eine herbe Enttäuschung hinnehmen musste. Der Kärntner stellte klar, dass er kein Interesse daran hat, im geschlagenen Feld "herumzugurken". Seine Devise für den Super-G lautet daher: brutales Risiko und Attacke von oben bis unten. Nur mit dieser kompromisslosen Fahrweise scheint der Sprung auf das Podest gegen die starke internationale Konkurrenz möglich.