"Sehr emotional"
Olympia-Ass erlebt Geburt seiner Tochter live per Video
09.02.2026Rodler Wolfgang Kindl hat am Montag in der Früh bei den Olympischen Winterspielen in Cortina ein nicht gerade alltägliches Videotelefonat geführt.
Der 37-jährige Tiroler war live bei der Geburt seines zweiten Kindes mit dabei. Dieses sei laut eines Sprechers rund zwei Monate vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt gekommen. Mutter und Tochter seien wohlauf. Ob sie Kindl vor seinem nächsten Olympia-Einsatz am Mittwochabend im Doppelsitzer noch besuchen wird, ist offen.
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"Es war echt sehr überraschend heute in der Früh ein Anruf - und dann ist es schon losgegangen", erzählte Kindl im ORF. "Ich bin sehr froh, dass alles gut gegangen ist." Seine Frau und das Kind würden die nächsten Wochen noch im Krankenhaus verbringen. "Schauen wir, ob es sich ausgeht, dass ich einen kurzen Abstecher machen kann", sagte Kindl. Am Dienstag in der Früh steht ein Doppelsitzer-Training mit seinem Kollegen Thomas Steu auf dem Programm, am Mittwoch die Entscheidung, am Donnerstag die Teamstaffel.
Emotionale Momente am Telefon
"Jetzt vergesse ich den Geburtstag vom Thomas nie", scherzte Kindl über Steu, der am Montag 32 Jahre alt geworden ist. "Es war ein Anruf und ich war dann über WhatsApp dabei. Es war unglaublich, fast wie wenn ich wirklich live dabei gewesen wäre", schilderte der nun zweimalige Familienvater. Es sei schade, dass er seine Frau nicht vor Ort habe unterstützen können.
Das Videotelefonieren während der Saison sei er von seinem älteren Sohn bereits gewohnt. "Es ist cool, dass es das gibt", betonte der Rodel-Routinier. "Es ist natürlich nicht alltäglich, dass man so bei der Geburt dabei ist. Mich hat es voll gefreut und es war schon sehr emotional auch." Kindl war am Sonntag im olympischen Einsitzer-Rennen Achter geworden. 2017 war er Weltmeister im Einer, 2022 in Peking holte er im Einer und mit der Teamstaffel Olympia-Silber. Seit 2023 fährt Kindl mit Steu auch im Doppelsitzer.