Kläbo holt 8. Gold
Zu schlecht: Vermeulen nach Platz 27 in Tesero völlig bedient
13.02.2026Mika Vermeulen erlebt in Tesero den nächsten Olympia-Dämpfer. Während Johannes Hösflot Kläbo mit seinem achten Gold Sportgeschichte schreibt, rettet sich der Steirer nach Platz 27 in Galgenhumor.
Der norwegische Superstar Johannes Hösflot Kläbo hat am Freitag seine Ausnahmestellung im Skilanglauf erneut unter Beweis gestellt. Über 10 km Skating in Tesero sicherte sich der 29-Jährige in einer Zeit von 20:36,2 Minuten sein bereits drittes Gold bei diesen Spielen. Kläbo verwies dabei den Franzosen Mathis Desloges mit einem Vorsprung von 4,9 Sekunden auf den zweiten Platz, während Mitfavorit Einar Hedegart mit 14 Sekunden Rückstand Bronze holte.
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Kläbo zieht mit Legenden gleich
Mit diesem Erfolg schloss der Rekordweltmeister zu den norwegischen Winter-Olympiarekordhaltern Marit Björgen, Ole Einar Björndalen und Björn Dählie auf. Für Kläbo ist es nach den Triumphen im Skiathlon und im Klassik-Sprint der insgesamt achte Olympiasieg seiner Karriere. Während der Dominator jubelt, herrscht im Lager des ÖSV nach dem zweiten Langlauf-Olympiabewerb Katerstimmung.
Lieber Moser als „irgendeine Pfeif’n“
Österreichs Hoffnungsträger Mika Vermeulen zeigte sich trotz der sportlichen Misere im ORF-Interview gewohnt scharfzüngig. Dass ausgerechnet Benjamin Moser (26.) mit 2,2 Sekunden Vorsprung vor ihm lag, kommentierte der 26-jährige Wahl-Steirer, der bereits zum Auftakt im Skiathlon nur Rang 41 belegt hatte, mit einem Augenzwinkern: „Mir ist lieber, es ist ein Teamkollege vorne, den ich mag, als irgendeine Pfeif’n.“
Sportlich zog er jedoch eine bittere Bilanz und erklärte das Ergebnis schlichtweg für zu schlecht. Eine Verkühlung am Donnerstagmorgen hatte den Österreicher bereits vor dem Start geschwächt.
Zukunft bei diesen Spielen ungewiss
Ob Vermeulen im abschließenden 50-km-Rennen überhaupt an den Start gehen wird, ließ der sichtlich gezeichnete Athlet am Freitag noch offen. Er wolle erst abwarten, wie er sich in den nächsten Tagen fühle, da es nicht sein Ziel sei, lediglich als Finisher dabei zu sein. Auch Benjamin Moser zeigte sich trotz des Status als bester Österreicher unzufrieden und klagte über "zache Haxn" zu Beginn des Rennens in Tesero.