Leichtathletik

Bolt sprintet in 9,77 zum Weltmeistertitel

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100-Meter-Finale in Moskau: Supersprinter zerlegt Konkurrenz, aber kein Rekord.
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Er sah längst nicht unschlagbar aus, aber am Ende war er es doch. Bei Blitz und Donner rund ums Luschniki-Stadion in Moskau holte sich Usain Bolt den WM-Titel über 100 m zurück. Der jamaikanische Weltrekordler beendete nach schlechtem Start seine Aufholjagd im Regenguss erfolgreich und verwies in persönlicher Saisonbestzeit von 9,77 Sekunden US-Dauerrivalen Justin Gatlin (9,85) auf den Silberrang. "Ich habe meinen Job erledigt und das zählt. Der zweite Teil des Rennens ist meine Stärke und das habe ich gezeigt", sagte der neue Weltmeister.

"Ich wollte eine bessere Zeit, aber ich war dazu wegen des Wetters nicht in der Lage", meinte Bolt, der vor dem Start gestenreich einen Regenschirm angedeutet hatte. "Nicht 'singing in the rain', aber laufen im Regen heute Nacht", so der Sprintstar. "Es fühlt sich großartig an, mir diesen Titel zurückgeholt zu haben. Ich bin glücklich."

Jamaikaner geschlossen stark
Auf den weiteren Plätzen folgten mit Nesta Carter (9,95), Kemar Bailey-Cole (9,98) und Nickel Ashmeade (9,98) ebenfalls Jamaikaner. Bolt legte damit auch den Grundstein zum erhofften vierten Triple nach 2009 (WM) sowie 2008 und 2012 (jeweils Olympia). Der bald 27-Jährige ist zum zweiten Mal nach 2009 in Berlin Weltmeister im Kurzsprint. Nicht am Start waren u.a. Titelverteidiger Yohan Blake, der 2011 in Daegu (Südkorea) vom Fehlstart seines Landsmannes Bolt profitiert hatte, sowie die kürzlich des Dopings überführten Asafa Powell (JAM) und Tyson Gay (USA).