French Open

Clijsters sensationell in Runde 2 out

26.05.2011

Belgierin vergibt Matchball, verliert letztlich in drei Sätzen gegen Arantxa Rus.

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© Reuters
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Ohne Publikumsliebling Kim Clijsters gehen die French Open 2011 in die dritte Runde. Die als Nummer 2 gesetzte Belgierin musste sich am Donnerstag völlig überraschend der Niederländerin Arantxa Rus geschlagen geben. Clijsters, die erstmals seit 2006 wieder in Paris angetreten ist, vergab gegen die Nummer 114 der Welt bei 6:3,5:2 einen Matchball und später bei 5:4 sogar einen weiteren, ehe sie sich nach 2:02 Stunden noch mit 6:3,5:7,1:6 beugen musste. Die zweifache Paris-Finalistin hatte als eine der großen Titelfavoritinnen gegolten.

Clijsters besiegte sich selbst
Sie sah schon wie die sichere Siegerin aus, doch plötzlich wendete sich das Blatt. "Ich hatte das Match unter Kontrolle und habe auch gedacht, dass ich mich gut bewege. Plötzlich habe ich begonnen, an mir zu zweifeln", sagte Clijsters im vollen Interview-Raum Nummer 1 des Court Philippe Chatrier. "Und das kann man sich nicht leisten." Im dritten Satz habe sie einfach nicht mehr aggressiv genug gespielt.

Ihre physischen Schwierigkeiten im Vorfeld der French Open wollte Clijsters aber keinesfalls als Ausrede verwenden. "Vom Körperlichen her war alles in Ordnung. Wenn ich nicht gedacht hätte, dass ich hier nicht auf hohem Level spielen kann, wäre ich nicht hergekommen", sagte die Paris-Finalistin 2001 und 2003, die erstmals seit fünf Jahren wieder in Paris zu sehen war. Im Vorjahr hatte sie wegen einer Fußverletzung absagen müssen.

Clijsters zeigt Größe
"Ich werde jetzt nicht hier sitzen und sagen, ich hätte nicht kommen sollen. Das wäre die Aussage eines wirklichen Losers. Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit hatte, hier anzutreten", sagte eine sportlich faire Clijsters, die nach den Triumph bei den Australian Open nun mit der Enttäuschung von Paris umgehen muss.

Clijsters hatte auch mit ihrem Aufschlag ungewöhnliche Probleme, sie beging nicht weniger als zehn Doppelfehler. "Ich habe meinen Aufwurf nicht unter Kontrolle bekommen", erklärte die Mutter der kleinen Jade.

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