Weltrekord-Hammer!

Gretchen Walsh schwimmt Fabelzeit in Fort Lauderdale

03.05.2026

Gretchen Walsh schreibt die Geschichtsbücher des Schwimmsports neu. In Fort Lauderdale verbesserte die US-Amerikanerin ihren eigenen Weltrekord über 100 Meter Delfin zum dritten Mal innerhalb eines Jahres.

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Gretchen Walsh hat bei den Speedo Fort Lauderdale Open für eine absolute Weltsensation gesorgt. Die 23-jährige US-Amerikanerin schlug nach unglaublichen 54,33 Sekunden an und unterbot ihre eigene Bestmarke von 54,60 Sekunden, die sie exakt vor einem Jahr im selben Becken aufgestellt hatte, deutlich. Walsh ist damit die einzige Frau der Geschichte, welche die 55-Sekunden-Schallmauer durchbrochen hat und hält nun die 13 schnellsten Zeiten, die je über diese Distanz geschwommen wurden.

Dominanz nach Olympia-Drama

Nachdem Walsh bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris ihrer Landsfrau Torri Huske im Finale um mickrige 0,04 Sekunden unterlegen war und sich mit Silber begnügen musste, herrscht nun pure Dominanz. Zwar holte sie in Paris zweimal Gold mit den Lagen-Staffeln der USA, doch der Einzeltriumph blieb ihr verwehrt. Mit ihrer neuen Rekordzeit ist sie nun über eine Sekunde schneller als die nächstschnellste Schwimmerin der Historie, die schwedische Legende Sarah Sjöström.

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Kurzbahn-Königin auf der Langbahn unschlagbar

Die siebenfache Kurzbahn-Weltmeisterin scheint auf der Langbahn derzeit keine ernsthafte Konkurrenz zu haben. Bei ihrem Rekord-Lauf in Florida ließ sie die zweitplatzierte Claire Curzan, die nach 58,44 Sekunden anschlug, um mehr als vier Sekunden hinter sich. "Es muss Magie sein hier draußen", postete die Rekordhalterin nach ihrem Triumph auf Instagram und scherzte, man solle die Rekordjagd in Fort Lauderdale zu einer jährlichen Tradition machen.

Blickrichtung Weltmeisterschaften 2026

Mit dieser Form gilt Walsh als die absolute Top-Favoritin für die kommenden Highlights der Saison. Dass sie ihren Rekord innerhalb von nur 12 Monaten zum dritten Mal verbessert hat (von 54,76 auf 54,60 und nun 54,33), unterstreicht ihre Ausnahmestellung. Während die internationale Konkurrenz noch versucht, die 55-Sekunden-Marke überhaupt zu erreichen, definiert Walsh die Grenzen des physikalisch Möglichen im Schmetterlings-Schwimmen völlig neu.