Schwimm-Streit

Rudert Dinko jetzt zurück?

17.09.2012

Jukic floh in die Türkei, Schwester Mirna ist sauer.

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Wenige Stunden nachdem die Funktionäre beim Verbandstag die einjährige Sperre mit 101:10 Stimmen bestätigt hatten, saß Jukic im Flieger. Auf Facebook postete der Olympia-Vierte: "Ab in die Türkei!! Eine Woche Sonne, Strand und Entspannung."

Sein Anwalt Thomas Krankl wird inzwischen die Klage gegen den Verband vorbereiten. Hintergrund: Mit der Wahl von Christian Meidlinger (48) zum neuen Schwimm-Präsidenten blieb der von Jukic erhoffte Paukenschlag aus. Im Gespräch mit ÖSTER-REICH hatte Jukic angekündigt: "Ob ich weitermache oder nicht, hängt davon ab, ob die Politik oder der Sport siegt. Wenn es im bisherigen Ton weitergeht, dann höre ich lieber als Olympia-Vierter auf."

Doch kein Rücktritt?
Wie ernst es ihm mit dem Rücktritt ist, steht in den Sternen. Denn bevor Jukic in die Türkei düste, meinte er zu Freunden: "Ich schaue mir jetzt alles an, wie sich das im Verband entwickelt. Erst dann entscheide ich."

Sein Kalkül: Die Sperre endet am 23. Juni 2013 und er könnte schon wieder bei der Langbahn-WM im Sommer in Barcelona starten. Auch Neo-Präsident Meidlinger ist um Deeskalation bemüht: "Ich will mich auf alle Fälle mit Dinko Jukic aussprechen."

Mirnas Wortspende

Noch ist es nicht so weit. Zwischen Jukic und dem Verband brodelt es. Das beweist ein Facebook-Eintrag von Dinkos Schwester Mirna. Sie schreibt: "Dass man die Jukic nicht mag, war schon vor 12 Jahren klar. Aber so einen Hass habe ich noch nie erlebt. Und Freunde, die dir so in den Rücken fallen. Das ist anscheinend der Dank für alles. Na dann, hoch lebe der österreichische Schwimmsport."

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