Australian Open

Zverev fordert im Halbfinale Alcaraz heraus

27.01.2026

Die Tennis-Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka und unerwartet Elina Switolina sind die ersten Halbfinalistinnen der Australian Open.  

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Die Topfavoritin aus Belarus ließ am Dienstag in Melbourne US-Aufsteigerin Iva Jovic beim 6:3,6:0 keine Chance. Im Anschluss machte die als Nummer drei gesetzte Coco Gauff gegen die Ukrainerin Switolina unerwartet auch nur drei Games. Bei den Männern heißt das erste Halbfinale Carlos Alcaraz gegen Alexander Zverev, Letzterer gab einen Satz ab.

Der Deutsche besiegte den talentierten US-Amerikaner Learner Tien 6:3,6:7,6:1,7:6, danach wurde der topgesetzte Spanier im letzten Match des Tages zur unüberwindlichen Hürde für den als Nummer sechs gereihten Australier Alex De Minaur. Alcaraz, der in jedem Fall nach Melbourne die Nummer eins der Welt bleibt, besiegte den Lokalmatador nach 2:15 Stunden 7:5,6:2,6:1. Alcaraz steht damit bei seinem bisher schwächsten Major zum ersten Mal im Semifinale.

Gegen Zverev hat Alcaraz 6:6-Bilanz

"Ich bin froh, wie ich seit der ersten Runde spiele und ich mich mit jedem Match gesteigert habe. Gegen Alex musst du die Bälle so hart wie möglich schlagen, es ist sehr schwer gegen ihn und man muss sehr geduldig sein", sagte Alcaraz. Zverev wird ihm aber wohl noch mehr abverlangen. "Er hat mich schon sechs Mal geschlagen, gegen ihn muss man taktisch sehr gut spielen", weiß Alcaraz mit Blick auf das 6:6 im Head-to-Head der beiden.

Zverev, der seinen ersten Titel bei einem der vier Grand-Slam-Turniere anstrebt, steht zum zehnten Mal bei einem Major in der Vorschlussrunde. "Learner hat von der Grundlinie unglaublich gut gespielt. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal gegen jemanden gespielt habe, der so gut von der Grundlinie war", lobte Zverev seinen Gegner. "Ich konnte mich auf meinen Aufschlag verlassen. Ohne die Asse wäre es schwer geworden." Insgesamt schlug er 24 Asse. Der Deutsche, dem Boris Becker nun den Titel in Melbourne zutraut, konnte sein Match bereits unter geschlossenem Dach absolvieren. Wegen der großen Hitze waren alle Dächer geschlossen worden. "Mit der Klimaanlage war es 24 Grad, ich würde gerne jedes Match unter diesen Bedingungen spielen", gestand Zverev.

Sabalenka auch gegen Jungstar Jovic stark

Sabalenka marschiert "down under" weiter mühelos durch das erste Major des Jahres. Sie stoppte den Sensationslauf der erst 18-jährigen Jovic und steht zum vierten Mal en suite im Melbourne-Halbfinale. 2023 und 2024 konnte Sabalenka in Melbourne den Titel gewinnen, im vergangenen Jahr musste sie sich der Amerikanerin Madison Keys im Endspiel geschlagen geben. Letztere ist diesmal im Achtelfinale gescheitert. "Das Ergebnis sagt nichts darüber aus, wie schwer es war", sagte Sabalenka nach ihrer Partie.

"Sie ist eine unglaublich gute Spielerin", lobte die 27-Jährige aus Belarus den Teenager, der bis ins Viertelfinale keinen Satz abgegeben hatte. Sie selbst erhöhte ihre Bilanz in diesem Jahr auf 10:0-Siege bei 20:0-Sätzen. Sabalenka hatte schon beim Vorbereitungsturnier in Brisbane triumphiert. Im Head-to-Head mit der 31-jährigen Switolina, die in ihrem vierten Melbourne-Viertelfinale erstmals die Vorschlussrunde erreicht hat, führt Sabalenka 5:1.

Switolina, die Frau von Gael Monfils, benötigte gegen eine frustrierte Gauff nur 59 Minuten zum Sieg. Die US-Amerikanerin wurde im Abgang beobachtet, wie sie ihr Racket kurz und klein schlug. Weit bessere Laune hatte Switolina. Sie hatte vor etwas mehr als zwei Jahren eine Tochter zur Welt gebracht hat und kehrt nun in die Top Ten zurück. "Es war immer mein Traum, nach der Elternzeit zurückzukommen. Und es war mein Ziel, wieder in die Top Ten zu kommen. Das bedeutet mir die Welt", sagte Switolina.

Djokovic hofft auf neuerliches Semifinale

Am Mittwoch werden die Halbfinali im Einzel komplettiert und da steuern Titelverteidiger Jannik Sinner sowie Legende Novak Djokovic auf ein Duell zu. Djokovic hatte im Vorjahr bei allen vier Majors das Semifinale erreicht, sein nächster Gegner Lorenzo Musetti hat in zehn Aufeinandertreffen nur einmal gegen den Serben gewonnen. Im zweiten Match versucht US-Star Ben Shelton den Südtiroler Sinner zu ärgern, aber der Weltranglisten-Zweite führt auch da im Head-to-Head mit 8:1. 

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