Trotz Traumstart
Faden riss nach 2:0: Tagger schrammt an Rom-Coup vorbei
Lilli Tagger stand beim WTA-1000-Turnier in Rom ganz dicht vor einer Sensation. Die 18-jährige Osttirolerin, die erst als Lucky Loser ins Hauptfeld gerutscht war, forderte die Griechin Maria Sakkari (WTA-41.) über 2:21 Stunden alles ab. Tagger führte bereits mit 7:5 und 2:0, hatte sogar die Chance auf das Doppelbreak zum 3:0, ehe der Faden riss. Am Ende musste sie sich mit 7:5, 3:6 und 0:6 geschlagen geben.
Trainingseinheit nach Quali-Aus fruchtete
Unter den Augen ihrer Trainerin Francesca Schiavone zeigte Tagger eine deutliche Leistungssteigerung zum Vortag. Nach ihrem eigentlichen Aus in der Qualifikation gegen Alina Kornejewa (3:6, 3:6) hatte Schiavone sofort ein Sondertraining angesetzt, um an der Vorhandtechnik und der Bespannungshärte zu feilen. Die Arbeit trug zunächst Früchte, doch im zweiten Satz kam der schwierige Moment, vor dem Tagger nach eigener Aussage fast ein bisserl weggerannt ist.
Kraus scheitert an Kulisse und Cocciaretto
Auch für Sinja Kraus endete der Abend in der italienischen Hauptstadt enttäuschend. Die Österreicherin verlor auf dem Centercourt gegen die Lokalmatadorin Elisabetta Cocciaretto (WTA-41.) mit 2:6 und 4:6. Vor rund 5.000 fanatischen Fans bewies Kraus vor allem im zweiten Satz enorme Moral und wehrte insgesamt fünf Matchbälle ab, ehe der sechste nach 96 Minuten die Niederlage besiegelte.
Potapova nach Aufholjagd weiter
Besser lief es für Anastasia Potapova, die ihren Erfolgslauf nach dem Halbfinale in Madrid fortsetzte. Nach einer Regenunterbrechung bog sie einen 2:4-Rückstand im dritten Satz gegen Dalma Galfi noch um und gewann nach 2:33 Stunden mit 5:7, 6:2 und 6:4. Potapova, die sich trotz der langen Tage seit Madrid körperlich gut fühlt, trifft nun auf die Weltranglisten-Elfte Karolina Muchova aus Tschechien.