Tennis:
Judy Murray adelt Lilli Tagger: "Spannende Zukunft!"
09.04.2026Tennis-Expertin Judy Murray sieht Österreichs Toptalent Lilli Tagger auf dem perfekten Weg. In Linz lobte die Schottin nicht nur Taggers Spielanlage, sondern warnte auch eindringlich vor den Schattenseiten des Erfolgs.
Die 66-jährige Judy Murray, Ex-Kapitänin des britischen Fed-Cup-Teams, sieht in Lilli Tagger eine spannende Zukunftsperspektive. Die Mutter von Andy Murray beobachtet die Österreicherin schon seit der Juniorenzeit. Besonders beeindruckt zeigt sich die Schottin von Taggers physischer Stärke und ihrer großartigen einhändigen Rückhand.
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Schiavone als Erfolgsfaktor
Ein entscheidender Vorteil für Tagger ist laut Murray ihr Coach Francesca Schiavone. Die erfahrene Italienerin sei die ideale Begleiterin für die beschwerliche Reise im Profitennis. Murray, die sich seit Jahren für mehr Trainerinnen an der Weltspitze einsetzt, bezeichnet Schiavone als ruhig, lustig und erfahren. Tagger sei bei ihr in absolut guten Händen, um den steigenden Druck durch Fans und Medien zu meistern.
Warnung vor Social Media
Besonders kritisch sieht Murray den Umgang mit sozialen Netzwerken. Sie rät jungen Spielerinnen, das Handy am Tag vor und nach einem Match komplett zu ignorieren. In ihrer Zeit als Fed-Cup-Kapitänin sah sie oft, wie das Selbstvertrauen junger Frauen durch Kommentare im Internet zerstört wurde. Für junge Menschen ohne große Lebenserfahrung sei die dunkle Seite von Social Media eine enorme Gefahr.
Harter Umstieg zu den Profis
Der Wechsel vom Juniorentennis zu den Erwachsenen sei brutal, da man plötzlich gegen Spielerinnen antritt, die für ihre Miete und Kinder kämpfen. Murray rät Tagger daher, sich die Zeit zu nehmen, alle Waffen zu entwickeln. Dazu gehören laut der Expertin nicht nur aggressive Schläge, sondern vor allem Stabilität, Konzentration und defensive Fähigkeiten für den ganzjährigen Tour-Alltag.
Andy Murray als Hobby-Golfer
Privat läuft es bei ihrem Sohn Andy Murray nach seinem Rücktritt 2024 hervorragend. Die Tennis-Ikone hat den Schläger gegen Golfschläger eingetauscht und flitzt mittlerweile sogar schwarze Skipisten in Val d'Isere hinunter. Seine Mutter zeigte sich sichtlich erleichtert, dass er seine neuen Hobbys bisher ohne Verletzungen überstanden hat.