Riesen-Hype um die ÖSV-Adler

20.000 bringen Innsbruck zum Beben

01.01.2012


Mittwoch steigt das dritte Springen der Tournee – und Innsbruck wird zum Hexenkessel.

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© TZ Österreich / Raunig
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Gregor Schlierenzauers Klubkameraden vom SV Bergisel Innsbruck werden ganz sicher mit dabei sein. Wenn am Mittwoch ab 13.45 Uhr das dritte Springen der Vierschanzentournee am Bergisel über die Bühne geht, werden sie sich unter die über 20.000 Zuschauer im wahrscheinlich ausverkauften Oval mischen. Tournee-Präsident Alfons Schranz: „Nachdem der Vorverkauf besser läuft als im vergangenen Jahr, rechne ich mit einem nahezu ausverkauften Stadion.“

ÖSV-Adler nach geheimem Training top präpariert
Die Landung der Super-Adler, die bereits gestern nach Tirol aufbrachen, versetzt ein ganzes Land in Wallung. Am Mittwoch in Innsbruck soll der nächste rot-weiß-rote Triumph fixiert werden. ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner hat auf dem Weg dorthin nichts dem Zufall überlassen: Österreichs Skispringer legten am 27. Dezember noch einmal schnell ein Geheimtraining am Bergisel ein.

In Innsbruck wurden noch einmal Material und Form getestet. Zuschauer waren unerwünscht – um der Konkurrenz nicht die Möglichkeit zur Spionage zu geben. Mehr Heimvorteil kann man sich für Innsbruck also nicht wünschen.

Über 3.000 Kubikmeter Schnee verarbeitet

Die Bedingungen sind jedenfalls perfekt. Mit über 3.000 Kubikmeter Schnee präparieren die Verantwortlichen im Schmirntal die Schanze und die Auslaufzone. Übrigens: Den Schanzenrekord (K-Punkt: 120 Meter) hält nach wie vor ein Deutscher: Sven Hannawald spring einst 134,5 Meter weit. Umso schöner wäre es, wenn ein ÖSV-Adler diese Marke überflügeln könnte.

Die deutschen Springer haben dennoch höllischen Respekt vor der anspruchsvollen Schanze in Innsbruck. Richard Freitag orakelt: „Selbst kleinste Fehler haben auf der Bergisel-Schanze große Wirkung. Dort wird es entscheidend sein, seine sieben Sachen beieinanderzuhaben.“

Die Lokalmatadoren Gregor Schlierenzauer und Andi Kofler kennen den Bergisel wie das heimische Wohnzimmer. Kofler: „Es ist immer etwas Besonderes, dort zu springen.“ Auch für „Schlieri“ wird die Heimkehr zum emotionalen Ereignis.

Tournee-Boss Schranz kann nicht entspannen
Tournee-Boss Schranz hingegen hat bis zum Start der Quali am Dienstag (13.45 Uhr) noch alle Hände voll zu tun. Entspannen kann er erst später. „Immer an dem Tag, wo das Springen stattfindet. In der Früh, wenn das Wetter passt und jeder seine Hausaufgaben gemacht hat. Dann ist man relaxt.“

Heute noch einmal ein Hauch von Stille am Berg

Am heutigen Montag umweht den Bergisel noch einmal ein zarter Hauch von Ruhe. Doch spätestens am Mittwoch ist es damit vorbei. Dann ist Tournee-Time in Innsbruck.
 

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