Eishockey

Capitals nach 6:3 in Salzburg als zweites Team im Play-off

08.01.2009

Der VSV besiegte Innsbruck 4:2, Linz besiegte Szekesfehervar 5:1 und der KAC feiert einen 2:1-Heimerfolg.

Zur Vollversion des Artikels
© GEPA
Zur Vollversion des Artikels

Vienna Capitals-Red Bull Salzburg: 6:3
Die Vienna Capitals haben mit einem 6:3-(2:1,3:2,1:0)-Auswärtserfolg gegen Eishockey-Meister Red Bull Salzburg in der 43. EBEL-Runde als zweites Team nach dem KAC ihr Play-off-Ticket gelöst. Während die Mozartstädter die zweite Pleite vor heimischer Kulisse en suite einstecken mussten, bleiben die Wiener nach dem ersten Erfolg gegen Salzburg im fünften Saisonduell als einziges Liga-Team im neuen Jahr ungeschlagen.

Die "Caps", bei denen der 19-jährige Rudolf Hummel anstelle der erkrankten Labbe und Sigalet das Tor hütete, nutzten bereits ihr erstes Powerplay. Douglas Lynch (11.) lenkte einen Casparsson-Schlenzer ins Tor ab. Die engagierten, aber oft zu kompliziert agierenden Salzburger antworteten zwar fünf Minuten später ebenfalls in Überzahl durch Dieter Kalt (16.), Benoit Gratton (18.) traf jedoch zur neuerlichen Führung für die Gäste. In dieser Tonart sollte es weitergehen. Zwar suchten die Mozartstädter öfter den Abschluss, die Capitals erwiesen sich aber als effizienter und nutzten die Lücken in der Salzburger Defensive eiskalt aus.

Auch der 2:2-Ausgleich durch Thomas Koch (26.) brachte die Wiener nicht aus dem Konzept. Patrick Lebeau (28./PP, 38.) und der wieder genesene Aaron Fox (33./PP) sorgten bei einem weiteren Treffer der Hausherren durch Philipp Pinter (36.) für die Vorentscheidung. Juha Riihijärvi (57./PP) traf zum Endstand. Das Team von Kevin Gaudet liegt somit weiter vier Zähler hinter dem KAC, Salzburg bleibt mit nun drei Punkten Rückstand auf den VSV Fünfter.

Nächste Seite: VSV - Innsbruck



VSV besiegte Innsbruck bei Holst-Rückkehr nach Villach 4:2
Der VSV hat am Freitag bei der Rückkehr seines ehemaligen Erfolgstrainers Greg Holst an seine alte Wirkungsstätte keine Gastgeschenke verteilt. Die Villacher besiegten den HC Innsbruck in der 43. Runde der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) verdient mit 4:2 (1:0,2:2,1:0) und landeten damit ihren neunten Heimsieg in Folge. Die Innsbrucker kassierten dagegen im vierten Spiel unter Holst ihre zweite Niederlage.

Holst hatte den VSV sechs Jahre lang betreut und 2006 zum Meistertitel geführt, ehe er nach einer Auszeit in seiner Heimat Kanada zu Neujahr die Innsbrucker übernahm. In der Villacher Stadthalle wurde der 54-Jährige von den 3.500 Fans sehr freundlich empfangen. Weniger freundlich ging es auf dem Eis zu, wo die Hausherren schon im ersten Drittel das Kommando übernahmen, durch Thomas Raffl (14.) und Lanzinger (20.) aber zweimal nur die Stange trafen.

Die VSV-Führung durch Kromp (19.) glich Letang ebenfalls im Powerplay aus (31.). Danach schlugen die Villacher dank des starken Neuzuganges Benoit Mondou im Doppelpack zu. Erst erzielte der 23-jährige Kanadier sein viertes Tor im vierten Spiel für den VSV (34.), danach servierte er Kristler das 3:1 (37.). Das Anschlusstor durch Ex-VSV-Kapitän Herbert Hohenberger (38.) beantwortete Michael Raffl im Schlussdrittel mit dem 4:2 (45.).

Die Villacher schienen die verletzungsbedingten Ausfälle der drei Verteidiger Elick, Pfeffer und Sandrock gut zu verkraften und hielten auch in der Schlussphase dicht. Zudem gab Teamstürmer Markus Peintner nach fast zwei Monaten Verletzungspause (Seitenbandriss im Knie) ein gelungenes Comeback. Der VSV festigte damit seinen vierten Tabellenplatz, der im Viertelfinale Heimvorteil bedeuten würde. Die Innsbrucker liegen weiterhin auf Rang sieben.

Nächste Seite: Linz - Szekesfehervar



Linz besiegte Szekesfehervar 5:1
Die Black Wings aus Linz haben die 2:8-Auswärtsschlappe gegen Villach gut weggesteckt und am Freitag Platz drei in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) vor den Villachern souverän verteidigt. Die Oberösterreicher besiegten Schlusslicht Szekesfehervar nach Startschwierigkeiten letztlich klar mit 5:1 (1:1,4:0,0:0).

Nach einem enttäuschenden ersten Drittel, in dem sowohl der Linzer Patrick Maier (6.) als auch der Ungar Adam Hegyi (10.) jeweils ihren ersten EBEL-Treffer erzielten, sorgten die Linzer im Mitteldrittel für die Entscheidung. Die Gäste aus Ungarn schwächten sich durch zahlreiche Strafen selbst, die Mannschaft von Jim Boni nütze die vielen Überzahlspiele zu einer klaren Überlegenheit (21:5 Torschüsse), die sich mit vier Treffern auch im Ergebnis ausdrückte.

Zunächst brachten Petri Limatainen (23./PP) und Philipp Lukas (26.) die Black Wings mit 3:1 in Führung, nach einem Doppelschlag durch den Liga-Toptorschützen Markus Matthiasson, der in der 35. Minute im Powerplay seinen 28. Saisontreffer erzielte, und Markus Schlacher 56 Sekunden später war die Partie entschieden.

Nächste Seite: Jesenice - Graz



Graz gewann in Jesenice 5:2
Die Graz 99ers haben am Freitagabend ihren achten Platz in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) abgesichert. Die Steirer (41 Punkte) feierten auswärts beim HK Jesenice in der 43. Runde einen klaren 5:2-(2:0,2:2,1:0)-Sieg und vergrößerten den Abstand auf die neuntplatzierten Laibacher (35) bereits auf sechs Punkte. Für die in der Tabelle auf Rang sechs liegenden Slowenen (46) ging eine Serie von drei Heimsiegen in Folge zu Ende.

Tony Iob mit einem Doppelpack (7./PP, 29.), Stefan Herzog (20.), Layne Ulmer (34./PP) und Marc Brown (60./EN) sorgten für die Entscheidung zugunsten der Grazer. Die Slowenen kamen vor 1.800 Zuschauern im zweiten Abschnitt durch Tore von Tomo Hafner (30.) und Jean Philippe Pare (37./PP) zweimal bis auf zwei Tore heran.

Nächste Seite: KAC - Laibach



KAC ungefährdet zu 4:2-Heimerfolg gegen Laibach
Eishockey-Rekordmeister KAC hat in der 43. EBEL-Runde einmal mehr seine Heimstärke demonstriert. Die "Rotjacken", die sich als erstes Team für das Play-off qualifiziert hatten, wurden ihrer Favoritenrolle gegen Olimpija Laibach mit einem klaren 4:2-(4:0,0:1,0:1)-Heimerfolg am Freitag voll gerecht. Der 22. Auftritt in der Klagenfurter Messehalle in dieser Saison endete für den Spitzenreiter mit dem 21. Sieg, einzig die zweitplatzierten Vienna Capitals konnten bisher zwei Zähler entführen.

Ganze 13 Sekunden benötigte das offensiv stärkste Team der Liga für das 1:0 durch David Schuller, das gleichbedeutend mit dem 100. Saisontreffer vor eigenem Publikum war. Zweimal Paul Schellander (7./PP, 19.) und Mike Craig (14.) legten bis zur ersten Drittelpause nach. Mit der beruhigenden 4:0-Führung im Rücken schonten die ohne den erkrankten Kapitän Christoph Brandner angetretenen Kärntner sichtlich ihre Kräfte, die Slowenen betrieben durch Frank Banham (34.) und Tomaz Vnuk (48.) noch Resultatskosmetik.

Der KAC liegt damit weiter vier Zähler vor den ebenfalls siegreichen Vienna Capitals, der slowenische EBEL-Vizemeister Laibach musste im Rennen um den achten Platz hingegen einen weiteren Rückschlag einstecken. Nachdem die Graz 99ers in Innsbruck siegten, liegt Laibach bereits sechs Punkte hinter den achtplatzierten Steirern.

Zur Vollversion des Artikels