2:3-Pleite im EBEL-Halbfinale

Caps verspielen Matchpuck gegen Bullen

09.04.2019

Die Wiener verschieben Entscheidung auf Freitag.

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Salzburg hat im Halbfinale der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) gegen die Vienna Capitals ein Entscheidungsspiel erzwungen. Die "Bullen" behielten am Dienstag vor Heimpublikum nach Zweitorerückstand noch mit 3:2 nach Verlängerung die Oberhand und stellten damit in der "Best-of-seven"-Serie auf 3:3. Der Showdown um den Aufstieg ins Endspiel gegen den KAC steigt am Freitag (19.15 Uhr) in Wien.

Im sechsten Aufeinandertreffen mit Salzburg gelang wie auch schon in allen vorangegangenen Partien den Capitals das 1:0. Kapitän Andreas Nödl fälschte 15 Sekunden vor Ende des ausgeglichenen Auftaktdrittels einen Schlenzer von Benjamin Nissner unhaltbar ab. Davor hatte es gute Möglichkeiten auf beiden Seiten mit einem Stangenschuss für Salzburg und deren zwei für die Gäste gegeben.

Fünf Minuten nach Wiederbeginn hatten die mittlerweile spielbestimmenden Wiener bei einem weiteren Gehäusetreffer von Sondre Olden erneut Pech. In der 33. Minute sorgte Alex Wall dann aber doch für das 2:0, sein Schuss fand unter Mithilfe von Tormann Steve Michalek den Weg ins Tor.

Vor dem Drittelende vergaben die über weite Strecken ideenlos wirkenden Salzburger zunächst eine längere 5:3-Überzahl, damit schien eine Vorentscheidung gefallen. Doch das 1:2 von Thomas Raffl (49.) nach einem seltenen Abwehrfehler der Caps zur Mitte des Schlussabschnitts ließ sie wieder Hoffnung schöpfen. 36 Sekunden vor dem Ende gelang Will O'Neill mit einem platzierten Handgelenksschuss sogar noch der Ausgleich.

Damit gab es zum vierten Mal in dieser Serie eine Verlängerung, in welcher die Salzburger das bessere Ende für sich hatten. Raphael Herburger (64.) nützte in Überzahl ein ideales Zuspiel von Ryan Duncan aus kurzer Distanz zur Entscheidung.

"Das spricht für den Charakter der Mannschaft. Wir kämpfen, egal wie es steht. Keiner von uns gibt auf. Wir haben das Momentum nach dem 2:2 mitgenommen", jubelte Herburger im Sky-Interview. Peter Schneider war hingegen tief enttäuscht. "Das ist natürlich bitter, jetzt müssen wir am Freitag gewinnen. Wir hätten den Sack einfach zumachen müssen, das Spiel hätte nie in die Overtime gehen dürfen", sagte der Liga-MVP der Capitals.
 

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