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Höfl-Riesch traut Vonn baldiges Comeback zu

24.11.2013

"Wenn jemand stark genug ist, dann ist es Lindsey".

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Doppel-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch traut Lindsey Vonn ein baldiges Comeback zu. Die 29-jährige US-Skirennfahrerin will trotz ihrer neuerlichen Knieverletzung schon Anfang Dezember in Lake Louise auf die Rennpisten zurückkehren. "Das ist natürlich Riesenpech. Aber wenn jemand im Kopf stark genug dafür ist, dann ist es Lindsey", sagte Höfl-Riesch in Vail.

Die beiden Olympia- und Weltcup-Gesamtsiegerinnen sind seit langem gut befreundet und haben auch eine kurze Beziehungskrise gut überstanden. Deshalb hatte die zum Training in Colorado weilende Höfl-Riesch ihre Kollegin und Rivalin kürzlich auch in deren Heimatstadt Vail besucht und getröstet. "Wir haben ein Super-Verhältnis", berichtete Höfl-Riesch.

Vonn hatte sich vergangenen Februar bei der Weltmeisterschaft in Schladming u.a. einen Kreuz- und Seitenbandriss im rechten Knie zugezogen und musste nach einer Operation mehrere Monate pausieren. Vergangenen Dienstag erlitt die vierfache Weltcup-Gesamtsiegerin bei einem Trainingssturz in Colorado einen Teileinriss im Kreuzband des operierten Knies und musste deshalb ihr für kommende Woche geplant gewesenes Comeback verschieben. Vonn kann damit ausgerechnet bei ihren als WM-Test 2015 geltenden Heimrennen in Beaver Creek nicht antreten.

Trotz neuerlicher Knieverletzung
Vor der Saison hatte die slowakische Slalom-Spezialistin Veronika Velez-Zuzulova eine ähnliche Knieverletzung erlitten und sich für eine vier- bis sechswöchige Pause entschieden. Höfl-Riesch traut ihrer Freundin Vonn aber durchaus zu, schon früher auf die Rennpisten zurückzukehren. "Es kommt immer drauf an, wie stark die Verletzung und wie das Gefühl im Knie ist. Natürlich ist das Ganze ein Hemmnis im Unterbewusstsein. Aber wenn man keine Schmerzen und ein stabiles Gefühl hat, ist es möglich", glaubt die seit diesem Sonntag ebenfalls 29-jährige Höfl-Riesch.

Die Deutsche hat in der Saison 2010/11 den vierten Gesamtsieg Vonns denkbar knapp und mit nur drei Punkten Vorsprung auf die US-Amerikanerin verhindert. Ein Jahr später sicherte sich Vonn die Gesamtwertung aber neuerlich und vergangenen Winter gewann die bei 59 Weltcupsiegen haltende Ausnahme-Rennfahrerin, der nur noch drei Siege zum Rekord von Annemarie Moser-Pröll fehlen, trotz ihres frühen Saisonendes die Abfahrts-Wertung zum sechsten Mal in Folge.

Überragende Gesamtsiegerin im Vorwinter war Tina Maze geworden. Die Slowenin zertrümmerte dabei mehrere Rekorde und setzte sich mit einer bis dahin unerreichten Punktezahl von 2.414 Zählern und einem Rekordvorsprung von 1.313 auf Höfl-Riesch durch.

Maze fast "abnormal"
Sollte Maze diesen Winter auch nur annähernd an ihre Vorjahresleistung herankommen, gilt sie neuerlich als Topfavoritin auf den Gewinn der großen Kristallkugel. "Tina war vergangenen Winter überragend und hat schon fast Abnormales geleistet", weiß Höfl-Riesch aber, dass solche Leistungen wohl ein Ausnahmefall sind.

Die in Kitzbühel lebende Allrounderin aus Garmisch-Partenkirchen wollte deshalb ihre eigene Leistung nicht schmälern. "Es war zwar nicht meine beste Saison, die Punkte waren aber okay. Ob man mit tausend Punkten oder ärgerlich wenigen Zweite wird, war angesichts ihrer Dominanz relativ egal", bemerkte Höfl-Riesch.

Die Doppel-Olympiasiegerin und zweifache Weltmeisterin weiß, wie sie auch gegen eine starke Maze bestehen kann. "Ich muss meine Ausfälle minimieren."

 

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