Skispringen

Morgenstern gewinnt auch in Liberec

08.02.2008

Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer holen einen österreichischen Doppelsieg beim Weltcup-Skispringen in Liberec.

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Der Kärntner Thomas Morgenstern (132,0/128,5 m) hat am Freitagabend seinen zehnten Saisonsieg gefeiert und seine Führung in der Gesamtwertung bei acht ausstehenden Bewerben auf 636 Punkte ausgebaut. Der 21-Jährige setzte sich 4,3 Punkte vor seinem ÖSV-Teamkollegen Gregor Schlierenzauer (130,5/129,0) durch.

Der Finne Janne Ahonen (127,5/128,5) wurde hinter dem Schweizer Andreas Küttel Vierter und hat im Weltcup als Gesamt-Dritter 660 Punkte Rückstand auf Morgenstern. Der Österreicher kann sich damit bereits am (morgigen) Samstag im zweiten Sprungen in Liberec vorzeitig seinen ersten Weltcup-Gesamtsieg sichern.

Morgenstern vor Weltcup-Gesamtsieg
"Es war ein sehr schönes Gefühl, da waren wegen des ersten Sieges 2003 auch viele Emotionen dabei. Ich bin über-happy", meinte Morgenstern nach dem Erfolg bei der Generalprobe für die WM 2009. Des Gesamtsieges im Weltcup darf er sich schon sicher sein. "Ich kann jetzt noch lockerer springen und zeigen, was ich kann. Es ist eine schöne Bestätigung, zu sehen, dass man die Leistungen über die ganze Saison durchziehen kann", erklärte der Polizeischüler aus Seeboden, der auch schon die Skiflug-WM (22.-24.2.) als nächstes großes Ziel im Visier hat.

Morgenstern stellte in Liberec die ÖSV-Bestmarke Andreas Goldbergers von zehn Saisonsiegen ein, auf den Rekord von Ahonen (2004/05) fehlen ihm nur noch zwei. Und mit 1.555 Punkten weist er nur noch 278 weniger auf als Rekordmann Martin Schmitt im Winter 1999/2000.

ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner durfte sich schon über den sechsten Doppelsieg der Saison freuen. "Dieses Springen konnte man richtig genießen, bei Thomas ist der Druck weg. Beide sind mit einer Souveränität wie selten zuvor gesprungen", lobte der Coach die zwei Musterschüler.

Martin Koch belegte als drittbester Österreicher den elften Rang, Wolfgang Loitzl landete an 13. Stelle, während Andreas Kofler als 22. seine Qualitäten nicht auszuspielen vermochte.

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