Vierschanzen-Tournee

Schlieri hofft auf Heimvorteil

02.01.2013

Tiroler will zweiten Sieg in seinem "Wohnzimmer" am Bergisel.

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Das Rennen um den Gesamtsieg bei der 61. Vierschanzen-Tournee geht als Duell in die zweite Hälfte. Anders Jcobsen hat nach seinen Siegen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen 12,5 Punkte Vorsprung auf Gregor Schlierenzauer. Der Tiroler will in seinem "Wohnzimmer" Bergisel am Freitag seinen zweiten Erfolg nach 2010 feiern und Jacobsen vor dem Finale am Sonntag in Bischofshofen zumindest näherrücken. Doch der Norweger ist als früherer Innsbruck-Sieger bereit für das Duell mit dem Lokalmatador.

Schlierenzauer fühlt sich stark, nach dem Garmisch-Bewerb hat er im Kreise der Familie etwas Abstand gewonnen. "Ich freue mich jetzt auf volle Hütt'n in Innsbruck und Bischofshofen, ich kenne beide Schanzen sehr gut, der Heimvorteil wird hoffentlich den Unterschied ausmachen", erklärte der Stubaier, der am Neujahrstag erneut Zweiter war. "Es ist alles offen. Ein kleiner Fehler kann gravierende Folgen haben, darum wird es bis zum Schluss spannend bleiben."

Vom mäßigen Abschneiden seiner Teamkollegen lässt sich der Titelverteidiger nicht irritieren. Das täte der Stimmung keinen Abbruch, sagte Schlierenzauer. "Ich muss auf meine eigene Leistung schauen, meine Sprünge passen, das Selbstvertrauen auch."

Jacobsen gewann bei seinem Tourneesieg 2007 in Innsbruck, nachdem er bei den zwei Stationen zuvor nicht auf dem Podest gewesen war, und übernahm wegen des Rückfalls von Schlierenzauer die Führung. Der Druck des Führenden sei kein Problem, versicherte der 27-jährige aus Hönefoss bei Oslo. "Das fühlt sich gut an, ich freue mich auf Österreich und die Stadionatmosphäre bei den Schanzen." Wenn man oben am Balken sitze und den Lärm der Zuschauer höre, dann sei das ein ganz spezielles Gefühl. "Es ist Schlierenzauers Heimschanze, das wird ein spannender Bewerb", sagte Jacobsen.

Der Familienvater hatte vor der Tournee in Oberstdorf rund 30 Trainingssprünge absolviert, dabei mit Coach Alexander Stöckl "kleine Fehler" ausgemerzt und sich auch perfekt auf das neue Schuhmaterial eingestellt. "Es ist eine perfekte Zusammenarbeit", beschrieb Jacobsen die Kooperation mit dem Tiroler Cheftrainer seit seinem im Frühjahr 2012 beschlossenen Comeback nach einjähriger Pause.

Und Stöckl sieht in Jacobsen einen "Musterschüler". "Er ist ein sehr guter Typ für einen Trainer", bekräftigte Stöckl. "Er ist talentiert und ein harter Arbeiter. Er hat sich im Sommer körperlich und konditionell stark entwickelt." Auch Stöckl ist sicher, dass Jacobsen und Schlierenzauer den Sieg unter sich ausmachen werden. "Diese zwei springen auf einem höheren Niveau als der Rest."

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