Nightrace, Teil 1
Feller-Ausrutscher bei Riesentorlauf-Abschied
27.01.2026Kitzbühel-Slalomsieger Manuel Feller verpasste beim letzten Weltcup-Riesentorlauf seiner Karriere in Schladming den zweiten Durchgang.
Im ersten Teil des Flutlicht-Doppels (am Mittwoch folgt der Slalom) erwartete die Rennläufer am Dienstag im Riesentorlauf eine spiegelglatte Planai. Da fand ausgerechnet der vierfache Schladming-Slalomsieger Henrik Kristoffersen auf dem vom eigenen Vater gesetzten Kurs keinen Grip und schaffte es mit 2,18 Sekunden Rückstand gerade noch in die Top 20.
In Führung nach dem 1. Durchgang: Lucas Pinheiro Braathen (BRA) vor Loic Meillard (SUI/+0,06) und dem deutschen Überraschungsmann Fabian Gratz (+0,31). Marco Schwarz (+0,42) lauert auf Platz 4.
Feller mit "Eislaufplatz" überfordert
Ohne spezielles RTL-Training war Manuel Feller zwei Tage nach seinem Slalom-Sieg in Kitzbühel mit dem "Eislaufplatz" überfordert: Fast 5 Sekunden Rückstand auf Braathen, zwei schwere Fehler - Feller schaffte es nicht in die Entscheidung der Top 30. Schon vorher hatte der Tiroler gemeint: "Das ist mein letzter Riesentorlauf!"
"Vermissen werde ich ihn (den Riesentorlauf, d. Red.) nicht nach dieser Vorstellung", meinte Feller nach seinem RTL-Abschied aus dem Weltcup. Dabei hatte er sich "riesig gefreut" auf das Rennen. Dann das Eis ... Feller: "Ich hab mich zweimal niedergesetzt, aber ich wollte unbedingt unten abschwingen." Das ist ihm gelungen. Seinem Servicemann wollte unser Kitz-Slalomheld aber keinen Vorwurf machen. Augenzwinkernd meinte er: "Talent kann auch er mir nicht auf die Ski schleifen."
Auch wenn Feller in 89 Weltcup-Riesentorläufen ein Sieg verwehrt geblieben ist, hat der 33-Jährige mit vier zweiten und drei dritten Plätzen eine schöne Podest-Bilanz. Zuletzt war er vor zwei Jahren in Schladming Zweiter und drei Wochen danach in Bansko noch einmal Dritter. "Ich habe im Riesentorlauf mehr erreicht als ich mir erträumt hätte. Daher kann ich mit gutem Gewissen sagen, es genügt." Bei Großereignissen klappte es für den Tiroler im "Riesen" hingegen nicht. Bei vier WM-Starts kam er als 15. nur einmal ins Ziel des zweiten Durchgangs, bei zweimal Olympia gar nicht.
Im Nachtslalom am Mittwoch jagt Feller Double
Im Nachtslalom-Spektakel am Mittwoch (17.45/20.45 Uhr/ORF1 live) ist Feller hoffentlich wieder in seinem Element. Nach dem Sieg in Kitzbühel jagt der 33-jährige Tiroler den zweiten Heim-Klassiker - mit dem Double-Sieg könnte er rot-weiß-rote Skigeschichte schreiben.