65. Vierschanzentournee

Kraft schwächelt in Quali für Bischofshofen

05.01.2017

ÖSV-Adler kann keinen Druck aufbauen. Tande wackelt dennoch.

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Einflüsse von außen sind nach der Windlotterie von Innsbruck auch in Bischofshofen nicht ausgeblieben. Stark wechselnde Windbedingungen machten am Donnerstag in der Qualifikation für das Finale der Vierschanzentournee zahllose Anlaufänderungen nötig.

+++ Wind-Farce: ÖSV-Trainer Kuttin attackiert die Jury +++

Der Deutsche Andreas Wellinger flog mit 144,5 m Schanzenrekord, Manuel Fettner war mit 141,5 Meter Zweiter. Wellinger steigerte die zwölf Jahre Bestmarke des Japaners Daiki Ito um eineinhalb Meter. In der Folge wurde um drei Luken verkürzt, Fettner kam dem Bayern aber dank guter Bedingungen und besseren Haltungsnoten bis auf 0,3 Punkte nahe.

Michael Hayböck und Stefan Kraft gaben nach ihren Viruserkrankungen für den Bewerb am Dreikönigstag (16.45 Uhr im oe24-LIVE-TICKER) Entwarnung. "Die Energie kommt zurück, ich fühle mich frisch", versicherte Hayböck, der wie Kraft die zwei Trainingssprünge zuvor ausgelassen hatte. Der Bischofshofen-Sieger von 2015 wurde 15. (134 m), der Gesamtsieger von 2015 landete an der 20. Stelle (132 m).

Kraft möchte "Wunder" schaffen

Kraft hat die Hoffnung auf eine Wiederholung seines Erfolgs trotz des Rückstands von 16,6 Punkten auf Spitzenreiter Daniel Andre Tande noch nicht aufgegeben. Der Pole Kamil Stoch ist 1,7 Zähler hinter dem Norweger Zweiter. "Diese zwei werden sicher wieder gut springen", meinte Kraft. "Ich versuche, zwei gute Sprünge zu machen. Die Chance ist klein, aber wenn sie sich ergibt, werde ich sie nützen."

Stoch zeigte sich von seinen Schulterproblemen nach dem Sturz im Probedurchgang auf dem Bergisel unbeeindruckt. "Ich habe große Schmerzen. Aber zum Springen brauche ich nur die Beine", meinte der Pole.

Er flog im Training auf 141 Meter und verzichtete danach neuerlich auf die Qualifikation. Tande missriet sein Sprung in der Qualifikation völlig, der 22-Jährige musste schon bei 121 Meter zu Boden (39.).

Neun Österreicher sind mit dabei

Wie groß auch im Training die Windunterschiede waren, zeigt sich an den Weiten zweier Österreicher: Fettner war im zweiten Durchgang bei Rückenwind chancenlos und landete bei 102 Meter, während Markus Schiffner zuvor mit vier Luken längerem Anlauf und starkem Aufwind auf 144,5 m getragen worden war. Die Weite zählte aber nicht als Rekord, denn dieser kann nur in Qualifikation oder Wettkampf fixiert werden.

Neun Österreicher sind im Bewerb dabei. Nicht geschafft haben es die Debütanten Markus Rupitsch und Clemens Leitner. Janni Reisenauer wurde wegen des Verstoßes gegen das Anzugsreglement disqualifiziert.

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