Preisschock
Miet-Hammer: Wohnen in Österreich wird deutlich teurer
13.03.2026Die Wohnkosten in Österreich steigen weiter spürbar. Im Schlussquartal 2025 mussten Mieter im Schnitt deutlich mehr bezahlen als noch ein Jahr zuvor. Laut Statistik Austria kletterten die Mieten inklusive Betriebskosten erneut – und bleiben damit klar über der Zehn-Euro-Marke pro Quadratmeter.
Das Wohnen in Österreich hat sich zum Jahresende 2025 erneut verteuert. Im vierten Quartal lag die durchschnittliche Miete inklusive Betriebskosten bei 10,4 Euro pro Quadratmeter.
Das entspricht einem Plus von 1,6 Prozent gegenüber dem dritten Quartal und einem Anstieg von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit blieb das Mietniveau im gesamten Jahr 2025 durchgehend im zweistelligen Euro-Bereich, wie die Statistik Austria am Freitag mitteilte.
Durchschnittlich fast 687 Euro pro Monat
Für eine durchschnittliche Hauptmietwohnung zahlten Haushalte im letzten Quartal 686,8 Euro pro Monat. Davon entfielen 172,5 Euro auf Betriebskosten, was rund 2,6 Euro pro Quadratmeter entspricht. Diese Kosten erhöhten sich im Vergleich zum Vorquartal um 1,3 Prozent.
Die reinen Mietkosten lagen bei 7,8 Euro pro Quadratmeter. Laut Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk lagen die Durchschnittsmieten damit seit Jahresbeginn 2025 konstant über zehn Euro pro Quadratmeter.
1,8 Millionen Hauptmietwohnungen
Die Statistik basiert auf hochgerechnet rund 1,8 Millionen Hauptmietwohnungen in Österreich. Rund 40 Prozent davon sind Genossenschaftswohnungen. Etwa 15 Prozent entfallen auf Gemeindewohnungen. Auf dem freien Markt werden rund 31,2 Prozent der Mietverhältnisse vereinbart.
Den Richtwertmietzins zahlen 13,4 Prozent der Mieterhaushalte, während 1,3 Prozent unter den sogenannten Kategoriemietzins fallen.
Wien mit besonders vielen Richtwertmieten
Im Bundesländervergleich zeigen sich deutliche Unterschiede bei den Mietformen. Wien weist mit 21,0 Prozent den höchsten Anteil an Richtwertmieten auf und hat gleichzeitig mit 22,0 Prozent den geringsten Anteil an privaten Hauptmieten am freien Markt. Die Steiermark folgt mit 11,4 Prozent Richtwertwohnungen auf Platz zwei. In den westlichen Bundesländern dominieren hingegen private Mietverträge am freien Markt: Vorarlberg führt hier mit 55,4 Prozent, gefolgt von Tirol (52,0 Prozent) und Salzburg (48,0 Prozent).
Neue Website für Richtwerte
Ab 2026 wird die Statistik Austria die jährlich festgesetzten Richtwerte und Kategoriebeträge jeweils am 1. April veröffentlichen. Alle aktuellen Beträge sollen dann auf einer neuen Website im Themenbereich Wohnen abrufbar sein.