KI trifft Braukunst
Vater und Sohn brauen erstes KI-Bier „Lobster Lager“
27.04.2026
Was als kleines Brau-Experiment begann, katapultiert ein Vater-Sohn-Duo plötzlich ins Rampenlicht der internationalen Tech-Welt. Ihr Projekt zeigt, wie weit künstliche Intelligenz inzwischen selbst in traditionellen Bereichen gehen kann.
Die Geschichte startet unscheinbar: Ein Pensionist tüftelt an Rezepten, sein Sohn bringt das Know-how aus der KI-Welt mit. Gemeinsam entwickeln sie ein Bier, das nicht nur gebraut, sondern auch geplant und vermarktet wird, von einer Software. Die ungewöhnliche Geschichte dreht sich um Gerhard Erschwendner und seinen Sohn Stefan.
Wenn Brauen auf KI trifft
Gerhard tüftelt seit der Corona-Zeit leidenschaftlich an Bier-Rezepten. Stefan, ein Unternehmensberater mit Verbindungen nach Wien und ins Silicon Valley, brachte die Technologie ins Spiel. Gemeinsam entwickelten sie das „Lobster Lager“. Dabei ist die KI nicht nur ein Chatbot, sondern ein aktiver Agent. Die Software wählt aus tausenden Varianten Rezepte aus, unterstützt beim Online-Shop und steuert sogar Abläufe während des Brauvorgangs. „Wenn der nächste Schritt ansteht, pfeift der Computer“, sagt Gerhard Erschwendner über die Zusammenarbeit mit der Maschine.
Auftritt auf der Weltbühne
Durch Kontakte in der KI-Szene wurde Nvidia auf das Projekt aufmerksam. Der Konzern suchte nach greifbaren Beispielen für den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Praxis. Kurz darauf taucht das Bier, „Lobster Lager“, in einer Präsentation von Firmenchef Jensen Huang auf. Für die beiden ein surrealer Moment: Ihr Projekt wird auf einer der wichtigsten Bühnen der KI-Welt gezeigt, neben großen Industrieanwendungen.
Effizienz durch KI-Agenten
Der große Unterschied zu herkömmlichen Programmen: Der KI-Agent setzt Dinge eigenständig um. Was früher Programmierer gebraucht hätte, erledigt nun die Software automatisch. Selbst Aufgaben wie das Erstellen eines Online-Shops übernimmt die KI. Fähigkeiten, die zuvor nicht vorhanden waren.
Für die beiden geht es dabei nicht um ein großes Geschäft. Vielmehr soll das Projekt zeigen, was mit KI heute schon möglich ist. Die Botschaft dahinter: Es geht nicht mehr nur darum, Dinge effizienter zu machen, sondern völlig neue Möglichkeiten zu schaffen.