Kreml-Boss

Angst vor Anschlägen: HIER versteckt sich Putin

05.05.2026

Aus Angst vor einem Putsch und Attentaten zieht sich Wladimir Putin laut einem Geheimdienstbericht immer weiter zurück. Im Kreml herrscht offenbar absolute Abschottung. 

Zur Vollversion des Artikels
© EPA, Getty
Zur Vollversion des Artikels

Die Sicherheitsvorkehrungen für Wladimir Putin wurden offenbar drastisch hochgefahren.

Wie der US-Sender CNN unter Berufung auf einen europäischen Geheimdienstbericht meldet, lässt der russische Präsident mittlerweile sogar die Wohnungen seiner engsten Vertrauten überwachen. Der Kreml reagiert damit auf die wachsende Angst vor Attentaten und einem möglichen Putsch in den eigenen Reihen.

Strenge Regeln für das Personal

Die neuen Maßnahmen in Moskau erinnern an einen Spionage-Thriller. Mitarbeiter in Putins Umfeld, darunter Köche, Fotografen und Leibwächter, dürfen keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr nutzen. Wer direkt in seiner Nähe arbeitet, darf nur noch Handys ohne Internetzugang verwenden. Zudem werden Besucher ab sofort doppelt kontrolliert.

© Getty

Hintergrund dieser massiven Abschottung ist laut dem Bericht eine Serie von Anschlägen sowie die Tötung eines Top-Generals vor einigen Wochen. Diese Ereignisse sorgen in der russischen Machtelite für erhebliche Nervosität, die durch wirtschaftliche Schwierigkeiten und Rückschläge im Ukraine-Krieg noch weiter verstärkt wird.

Ein Präsident im permanenten Versteck

Wladimir Putin meidet dem Dossier zufolge mittlerweile seine üblichen Residenzen, wie etwa jene in Waldai. Reisen seien auf ein absolutes Minimum reduziert worden. Wo er sich aufhält, sollen „Pantsir-S1“-Raketenabwehrsysteme stationiert sein. Auch Militärbasen besuche er plötzlich nicht mehr – stattdessen setze man auf vorproduzierte Aufnahmen für die Öffentlichkeit. Oft soll der Präsident wochenlang in Bunkern, häufig in der Region Krasnodar am Schwarzen Meer, untertauchen. Wenn er sich bewegt, dann nur in großen Fahrzeugkolonnen und umgeben von unzähligen Bodyguards auf Schritt und Tritt.

© EPA, Getty

Furcht vor Drohnen und Schoigu

Seit Anfang März 2026 wächst zudem die Sorge über interne Lecks, die sensible Informationen nach außen tragen könnten. Der Bericht hält fest: „Er ist besonders wachsam vor dem Einsatz von Drohnen für ein mögliches Attentat durch Mitglieder der russischen politischen Elite.“

Besonders brisant ist dabei die Rolle von Ex-Verteidigungsminister Sergei Schoigu. Der 70-Jährige, der heute als Sekretär des russischen Sicherheitsrates fungiert, stehe im Visier der Überwachung. Laut dem Dossier sei er „mit dem Risiko eines Putsches verbunden, da er erheblichen Einfluss innerhalb des militärischen Oberkommandos hat“.

 

Putin hatte ihn vor zwei Jahren abgesetzt, wohl aus Unzufriedenheit über den Verlauf des Krieges.