Norwegen

Breivik-Bericht listet Polizeimängel auf

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Ein Gutachten erhebt schwere Vorwürfe: Der Oslo-Killer hätte gestoppt werden können.
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Eine unabhängige Kommission zur Aufarbeitung der Anschläge von Oslo und Utöya hat schwere Vorwürfe gegen die norwegische Polizei erhoben. Der Bombenanschlag im Regierungsviertel von Oslo hätte verhindert werden können, wenn die "existierenden Sicherheitsmaßnahmen effektiv angewandt worden wären", erklärte die Kommission in ihrem am Montag vorgelegten Bericht. Der Attentäter Anders Behring Breivik hätte zudem "früher gestoppt werden können".

In dem Bericht einer zehnköpfigen Kommission unter Leitung der Anwältin Alexandra Bech Gjörv wird der norwegischen Polizei vorgeworfen, nach der Bombenexplosion und während des Massakers auf Utöya viel zu langsam gehandelt zu haben. "Ein schnellerer Polizeieinsatz war eine realistische Möglichkeit", schreiben die Autoren.