„Waren kein Paar“

Costa-Unglück: Jetzt spricht die Blondine

20.01.2012


Kapitän Schettino (52) und Tänzerin Dominika (25): „War nicht bei ihm auf Brücke.“

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Dominika C., 25, war auf der Brücke, als die „Costa Concordia“ crashte. Im Interview sagt die Moldawierin: „Der Kapitän ist ein Held.“

Die junge Blondine arbeitete ursprünglich als Tänzerin auf der „Costa Concordia“. Bei der Unglücksreise war sie eigentlich auf Urlaub. Dennoch blieb sie auf dem Schiff, soll am Abend der Katastrophe sogar persönlicher Gast des Kapitäns gewesen sein. Ein Passagier fotografierte sie dabei, wie sie im exklusiven „Concordia Club“ gespeist und teuren Rotwein getrunken haben.

Nun sagte Dominika Cemortan aber auf einem moldawischen TV-Sender: „Ich habe mit einigen Offizieren zu Abend gegessen.“ Der Kapitän sei nicht dabei gewesen: „Als der Alarm losging, hat mich einer der Offiziere auf die Brücke begleitet“, erzählt sie: „An Bord waren viele russische Gäste, Russisch ist meine zweite Muttersprache.“ Und: „Ich war danach auf der Kommandobrücke, um meine Hilfe als Russisch-Dolmetscherin anzubieten.“ Dem allerdings widersprechen Augenzeugen: „Sie war schon zuvor auf der Brücke und hat Kapitän Schettino bei seinem Manöver zugeschaut.“

„Kapitän hat Tausenden das Leben gerettet.“
Dominika bestreitet auch entschieden, die Geliebte des Kapitäns zu sein: „Nein, er ist und war nicht mein Liebhaber“, reagierte sie empört: „Er hat mir sogar die Fotos von seinen Kindern gezeigt.“ Ihre Bewunderung kennt keine Grenzen: „Er hat etwas Großartiges getan, er hat 4.000 Menschen das Leben gerettet.“ Und: „Der Kapitän ist der beste der ganzen Firma. Er ist ein Held und hat alles richtig gemacht.“

Der Katastrophen-Kapitän selbst lässt über seinen Anwalt Bruno Leporatti eine völlig andere Version ausrichten: „Die junge Moldawierin war nie an meiner Seite, schon gar nicht auf der Kommandobrücke.“

Kapitän Schettino steht weiter unter Hausarrest. Ihm wurden Haar- und Urinproben entnommen, um festzustellen, ob er unter Drogen stand oder alkoholisiert war.

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