WEF-Präsident
Davos-Chef Brende tritt wegen Epstein zurück
26.02.2026Der Präsident des Weltwirtschaftsforums (WEF), Børge Brende, tritt von seinem Amt zurück.
Brende begründete den Schritt in einer Mitteilung vom Donnerstag damit, dass das Forum seine Arbeit ohne Ablenkungen fortsetzen solle. Dem Rücktritt des norwegischen Ex-Außenministers ging eine unabhängige Untersuchung zu den Kontakten Brendes zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein voraus. Diese hätten aber nichts über das bereits Bekannte hinaus ergeben, hieß es.
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Einer Offenlegung des US-Justizministeriums zufolge hatte der Norweger drei Geschäftsessen mit Epstein und kommunizierte auch per E-Mail und SMS mit dem US-Millionär.
Suche nach dauerhafter Nachfolge eingeleitet
Die Co-Vorsitzenden des Stiftungsrates, Roche-Vizepräsident André Hoffmann und Blackrock-Chef Larry Fink, dankten Brende für seine Führung während einer wichtigen Reformphase und das erfolgreiche Jahrestreffen in Davos. Zum Interimspräsidenten wurde der gegenwärtige Managing Director des WEF, Alois Zwinggi, ernannt. Der Stiftungsrat werde nun die Suche nach einer dauerhaften Nachfolge einleiten.
Brende stammt aus Norwegen und war dort lange Abgeordneter der konservativen Partei, sowie Umwelt-, Handels- und Außenminister. Seit 2017 war er Präsident des WEF, das jedes Jahr im Jänner das berühmte internationale Treffen in Davos in den Schweizer Bergen ausrichtet.
Der New Yorker Multimillionär Epstein war erstmals 2008 verurteilt worden, weil er zwei Personen, darunter ein minderjähriges Mädchen, zur Prostitution gezwungen hatte. Er erhielt eine 18-monatige Haftstrafe, von der er 13 Monate absaß. Dafür wurden in einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft schwerwiegendere Vorwürfe wie der sexuelle Missbrauch Minderjähriger nicht weiterverfolgt. Im Juli 2019 wurde Epstein unter anderem wegen Menschenhandels verhaftet. Rund einen Monat später wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Nach offiziellen Angaben hatte er