Große Aufregung
AfD-Beben: Weidel will Fraktionsvize vor die Tür setzen
23.02.2026In der AfD eskaliert der Streit um Vetternwirtschaft. Parteichefin Alice Weidel fordert nun erste Konsequenzen und drängt enge Vertraute zum Rückzug, während die Rufe nach Ermittlern lauter werden.
Die Lage in der AfD spitzt sich dramatisch zu, da immer neue Enthüllungen über Familien-Filz und die Beschäftigung von Angehörigen auf Steuerzahlerkosten die Partei belasten.
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Heute, Montag, tagen dazu gleich zwei Krisenrunden unter der Leitung von Alice Weidel und Tino Chrupalla: Um 15:00 Uhr trifft sich der Fraktionsvorstand, gefolgt vom Bundesvorstand um 18:30 Uhr.
Rücktrittsforderungen gegen enge Vertraute
Nach Informationen der "BILD" hat Alice Weidel ihren Vize Stefan Keuter bereits zum Rücktritt aus dem Fraktionsvorstand aufgefordert. Keuter soll seine eigene Freundin im Bundestagsbüro beschäftigt haben, weigert sich jedoch bislang, den Posten zu räumen. Auch der Abgeordnete Jan Wenzel Schmidt steht massiv unter Druck; ihm wird parteischädigendes Verhalten vorgeworfen, weshalb er die Fraktion komplett verlassen soll.
Offenheit für externe Sonderermittler
Angesichts der schweren Vorwürfe zeigt sich die Parteispitze nun überraschend offen für eine externe Untersuchung der Vorgänge. Fraktionsmanager Bernd Baumann erklärte gegenüber "BILD": „Wenn die anderen Parteien bereit sind – auch innerhalb dieses vollends legalen Bereiches – auch Liebes- und Verwandtschaftsbeziehungen bei ihren Fraktionsmitarbeitern zu untersuchen, dann können wir gerne über eine solche Gesamtuntersuchung reden.“
Damit reagiert die Partei auf einen Vorschlag von Sachsen-Anhalts Regierungschef Sven Schulze (CDU), der den FDP-Politiker Wolfgang Kubicki als Sonderermittler ins Spiel gebracht hatte.
Machtkampf in den Landesverbänden
Besonders in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen brodelt es gewaltig. Die Europaabgeordnete Anja Arndt wirft dem niedersächsischen Landeschef Ansgar Schledde in Brandbriefen ein „Posten-Kartell“ und ein „Terror-Regime“ vor, was dieser bestreitet. Auch der Landeschef von Sachsen-Anhalt, Martin Reichardt, muss sich am Abend vor dem Bundesvorstand erklären. In der Fraktion herrscht laut Berichten eine miserable Stimmung, weshalb viele Abgeordnete nun ein klares Machtwort der Parteispitze erwarten.