Unzufriedenheit
Austrittswelle rollt weiter: Kirchen verlieren immer mehr Mitglieder
16.03.2026Die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland kämpfen weiterhin mit einem massiven Mitgliederschwund. Ende 2025 zählten beide Konfessionen zusammen nur noch 36,6 Millionen Mitglieder.
Der Verlust im Vergleich zum Vorjahr ist deutlich: Insgesamt kehrten rund 1,2 Millionen Menschen den beiden großen christlichen Kirchen den Rücken. Während der evangelischen Kirche (EKD) Ende 2025 noch 17,4 Millionen Menschen angehörten, zählte die katholische Kirche noch 19,2 Millionen Mitglieder.
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Hohe Austrittszahlen bei Evangelischen
Bei der EKD blieb der Mitgliederrückgang mit 3,2 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres stabil. Rund 350.000 Menschen traten aus einer der 20 Landeskirchen aus – das sind etwa 5.000 mehr als noch 2024. Da gleichzeitig 330.000 Mitglieder starben, können die 105.000 Taufen und 16.000 Neuaufnahmen diese Bilanz bei weitem nicht ausgleichen.
Katholische Kirche schrumpft ebenfalls
Ein ähnliches Bild zeigt sich im katholischen Bereich. Hier traten rund 307.000 Menschen aus, was immerhin ein leichter Rückgang von fast 14.000 Austritten im Vergleich zum Vorjahr ist. Den rund 203.000 Bestattungen stehen lediglich 109.000 Taufen sowie insgesamt 7.000 Eintritte oder Wiederaufnahmen gegenüber.
Trend nach unten unvermindert
Die aktuellen Daten verdeutlichen, dass die kontinuierliche Abwärtsentwicklung der vergangenen Jahre anhält. In beiden großen Kirchen reichen die Zahlen der Taufen und Aufnahmen faktisch nicht aus, um die Summe aus Austritten und Sterbefällen auch nur ansatzweise zu kompensieren.