Wismarer Bucht

Buckelwal sitzt schon wieder fest

28.03.2026

Erneutes Drama in der Wismarer Bucht: Der Buckelwal vom Timmendorfer Strand sitzt wieder auf einer Sandbank fest. Das berichtet "Bild". Demnach eilen Retter von Polizei und Greenpeace zur Hilfe, um das Tier zu befreien.

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© APA/dpa/Jens Büttner
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Deutschland. Am Samstag um etwa 13:30 Uhr bestätigten sich die schlimmsten Befürchtungen, als der Buckelwal von der Seebrücke Bad Wendorf aus im Wasser gesichtet wurde. Eigentlich sollte das Tier den Weg Richtung Nordsee antreten, doch es ist erneut deutlich von der Route abgewichen. Der Wal steckt nun östlich von Boltenhagen im seichten Wasser fest.

Die Wasserschutzpolizei und Greenpeace sind bereits mobilisiert. Die Boote "Uecker" und "Walfisch" suchen die Küstenabschnitte ab, um dem Tier erneut zu Hilfe zu kommen. Bereits am Montag war der Buckelwal in der Lübecker Bucht entdeckt worden, woraufhin Retter tagelang eine Rinne gruben. Nachdem er sich am Freitag befreien konnte, irrte der Meeressäuger im Zickzack-Kurs in Ufernähe umher.

Polizist hat wenig Hoffnung

Trotz der schnellen Hilfe bleibt die Lage ernst. Polizeioberkommissar Holger Kraus, der seit 30 Jahren Dienst auf der Ostsee schiebt, äußert sich skeptisch: "Während meiner Dienstjahre hatte ich mit zwei oder drei Walen dieser Größenordnung zu tun, die sich zu uns verirrt hatten. Überlebt hat leider keiner." Dennoch gibt er die Hoffnung nicht ganz auf. Zu seinen Kollegen, die am Morgen ausrückten, sagte er: "Man weiß nie. Vielleicht klappt es ja diesmal."

Ein gefährlicher Weg zurück

Ziel der Helfer ist es, den Meeresriesen sicher in die Nordsee und schließlich in den Atlantik zu lotsen. Da der Wal immer wieder gefährliche Sandbänke ansteuert, gestaltet sich dieses Vorhaben schwierig. Die kommenden Stunden am Samstag werden entscheiden, ob der erneute Rettungsversuch in der Wismarer Bucht erfolgreich ist oder ob sich die düsteren Vorahnungen der Experten bewahrheiten.