Alarmsignal aus GB

Engpässe: Ersten Tankstellen geht jetzt der Sprit aus

27.03.2026

Die Blockade der Straße von Hormus zeigt erste harte Folgen. Der britische Riese Asda bestätigt Versorgungsengpässe, während Experten bereits vor einer Ausbreitung der Krise auf Europa warnen. 

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© GettyImages Rangsarit Chaiyakun
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Der britische Kraftstoffmarkt steht unter massivem Druck, was auch für Autofahrer in Österreich ein Warnsignal sein könnte. Am Freitag mussten in Großbritannien bereits mehrere Tankstellen in Regionen wie Teignmouth und Sheffield komplett schließen, da die Vorräte aufgebraucht waren.

Knappheit an den Zapfsäulen

„Das Angebot ist knapp, und wir alle geben unser Bestes, um das zu ändern“, erklärte Asda-Chef Allan Leighton zur aktuellen Lage. Der plötzliche Nachfrageanstieg habe temporäre Engpässe ausgelöst, die laut Leighton verschiedene Bereiche treffen können: „Das kann eine Zapfsäule, ein Produkt, bleifreies Benzin oder Diesel oder eine Tankstelle betreffen.“ Da der Irankrieg weiterhin andauert, müssen Kunden auch in nächster Zeit mit massiven Lieferproblemen rechnen.

Hunderte Ausfälle landesweit gemeldet

Seit Beginn des Konflikts kam es laut Medienberichten bereits zu rund 600 Fällen, in denen mindestens eine Treibstoffart nicht mehr verfügbar war. Während sich diese Probleme in der Regel kurzfristig beheben lassen, bleibt die Gesamtsituation aufgrund der blockierten Handelsrouten volatil. Die Lage im Vereinigten Königreich gilt als Vorbote für mögliche Entwicklungen auf dem restlichen Kontinent.

Warnung vor globaler Kettenreaktion

Auch Shell-Chef Wael Sawan schlägt Alarm und sieht eine gefährliche Entwicklung auf Europa zukommen. „Es ist eine Kettenreaktion. Wir sehen, wie sich die Engpässe von Südasien über Südostasien und Nordostasien nach Europa ausbreiten, je näher wir dem April kommen“, warnte Sawan bei einem Treffen in Houston. Die Auswirkungen der Blockade wandern somit stetig Richtung Westen und könnten die Versorgungssicherheit in der EU bald direkt tangieren.

Maßnahmen gegen die Energiekrise

Um den drohenden Mangel abzufedern, rücken nun drastische Sparmaßnahmen in den Fokus. Die Internationale Energieagentur (IEA) empfiehlt bereits eine Rückkehr zu vermehrtem Homeoffice und eine stärkere Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Auch über Tempolimits auf Autobahnen wird diskutiert, um den Gesamtverbrauch an Kraftstoffen effizient zu senken und die Reserven für die kommenden Monate zu schonen.