Musk vs. OpenAI
Geldgier statt Gemeinnutz? Tagebuch‑Leaks belasten OpenAI schwer
06.05.2026Neue Enthüllungen aus Greg Brockmans (OpenAI-Präsident) privaten Notizen bringen Elon Musks Vorwürfe gegen OpenAI heftig ins Rollen.
Der Streit zwischen Elon Musk und den OpenAI‑Chefs Sam Altman und Greg Brockman erreicht eine neue Eskalationsstufe. In einem laufenden Prozess tauchen nun Auszüge aus Brockmans Tagebuch auf, die es in sich haben. Laut den Unterlagen soll Brockman schon 2017 darüber nachgedacht haben, OpenAI in ein gewinnorientiertes Unternehmen umzubauen, während Musk weiterhin glaubte, eine gemeinnützige KI‑Organisation zu unterstützen. Genau das wirft er Altman und Brockman jetzt vor: Sie hätten die ursprüngliche Mission verraten und OpenAI in ein Milliarden‑Projekt verwandelt, ohne ihn einzuweihen.
Brockman soll offen darüber geschrieben haben, dass ein Umbau zu einem Profit‑Modell "nicht ohne heftigen Streit" mit Musk möglich wäre. Gleichzeitig räumt er ein, dass es "moralisch verwerflich" wäre, Musk die gemeinnützige Organisation einfach wegzunehmen. Besonders brisant: In mehreren Passagen denkt Brockman laut darüber nach, wie er selbst auf ein Vermögen von rund einer Milliarde Dollar kommen könnte.
Musks Anwalt nutzt diese Zeilen nun, um zu zeigen, dass finanzielle Motive schon früh eine Rolle spielten – und nicht erst, als OpenAI später Milliarden wert wurde. Laut den Unterlagen sollen interne Berechnungen Brockmans potenzielle Gewinne auf fast 30 Milliarden Dollar geschätzt haben. Während Brockman im Kreuzverhör betont, seine Worte seien nur "Frust" gewesen, sieht Musk darin den Beweis für einen Verrat an der ursprünglichen Idee. Fun Fact: Als Brockman einen Vergleich vorschlug, antwortete Musk, dass Brockman und Altman "bis Ende der Woche die meistgehassten Männer Amerikas" sein würden, wenn sie nicht einlenken.