Achtung im Urlaub
In diesen Ländern drohen Touristen hohe Handy-Kosten
10.04.2026
Seit 2017 gibt es in der EU keine Roaming-Gebühren. Trotzdem kann es passieren, dass nach einem Urlaub in einem EU-Land eine hohe Handyrechnung im Briefkasten landet.
Wer in einem anderen EU-Land sein Handy nutzt, muss sich seit 2017 keine Sorgen mehr machen. EU-weit gelten die gleichen Konditionen wie im Heimattarif. Doch außerhalb der EU kann es für viele richtig teuer werden. Vor allem in Grenzregionen kann das Handy in das "falsche" Netz geraten, wenn die automatische Netzwahl eingestellt ist.
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Jens-Uwe Theumer, Vice President Telecommunications bei Verivox, erklärt gegenüber der "Bild": "Entlang der Ländergrenzen funken Mobilfunkmasten oft kilometerweit ins Nachbarland hinein. Moderne Smartphones wählen sich grundsätzlich in das beste verfügbare Netz ein. Das gilt auch dann, wenn das Nachbarnetz stärkere Signale sendet als das heimische."
In diesen Gebieten kann es somit sehr teuer werden:
Griechenland/ Albanien
Auf der Insel Korfu könnte das Handy sich in Albanien einloggen. Das Land hat vor kurzem eine neue Handyantenne an seine Küste aufgestellt. Somit erhalten Touristen nun bei der Landung auf Korfu die Nachricht "Welcome to Albania". In dieser Situation drohen bei den meisten Tarifen gigantische Kosten fürs Surfen und Telefonieren.
Schweiz
Da die Schweiz nicht zur EU gehört, drohen bei einigen Tarifen auch hier hohe Kosten.
Griechenland/ Türkei
In Griechenland gibt es eine weitere Grenze, an der hohe Kosten drohen. Wer in das türkische Netz gerät, der muss bis zu 2,29 Euro pro Minute zahlen. Vor allem auf den griechischen Inseln Kos und Rhodos können Handys sich ins starke türkische Netz einloggen.
Kleinstaaten wie Monaco, Andorra, San Marino
Kleinstaaten wie Andorra, Monaco, San Marino und Vatikanstadt gehören nicht zur EU, obwohl sie komplett von den Gebieten umschlossen sind. Somit gilt die EU-Roaming-Verordnung in diesen Ländern nicht. Bei den unpassenden Tarifen drohen in Frankreich hohe Kosten, da das Handy sich in Andorra oder Monaco einwählt.
Grenzregionen in Kroatien
Das EU-Land Kroatien grenzt in der Küstenregion an Bosnien-Herzegowina und Montenegro. Das bosnische Netz kostet für unglückliche Touristen bis zu 2,29 Euro pro Minute, Montenegro sogar bis zu 2,49 Euro.