"Treiben Spielchen"
Trotz neuer Gefechte: Trump rechnet mit schnellem Iran-Deal
05.05.2026US-Präsident Donald Trump hat einen Tag nach den schwersten Gefechten seit Beginn der Feuerpause mit dem Iran an der Darstellung festgehalten, die Islamische Republik sei kaum noch kampffähig.
- Waffenruhe ernsthaft in Gefahr: Iran und USA provozieren
- Trump droht Iran mit Vernichtung bei Angriffen
- Trump-Vertrauter Rubio trifft Papst Leo XIV.
Ansonsten hätten sie beim Passieren der Meeresenge mit massiven Reaktionen zu rechnen, hieß es aus Teheran. Entgegen der öffentlichen Bekundungen des Iran zeigte sich Trump sicher, dass die Regierung in Teheran eine Einigung erzielen möchte. "Sie treiben Spielchen, aber ich sage Ihnen, sie wollen einen Deal", sagte der Präsident vor Journalisten. "Und wer würde das nicht wollen, wenn das eigene Militär völlig am Ende ist?"
US-Militär zerstörte kleine iranische Boote
Am Montag hatte das US-Militär nach eigenen Angaben sechs kleine iranische Boote sowie Marschflugkörper und Drohnen zerstört. Der Iran wies das zurück. Zuvor hatte Trump die Marine entsandt, um mit der Mission "Project Freedom" festsitzende Tanker durch die Meerenge zu eskortieren.
Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten Angriffe auf Ölindustrieanlagen, Seefahrtsbehörden registrierten mehrere Angriffe auf Frachter in der Region. Die Straße von Hormuz ist für die weltweite Öl-, Erdgas-, Helium- und Düngerversorgung von großer Bedeutung. Die USA und Israel hatten den Iran am 28. Februar angegriffen.
Trump sieht den Krieg als "kleines militärisches Scharmützel"
Zuvor hatte Trump bei einer Veranstaltung zur körperlichen Fitness von Kindern und Jugendlichen den Krieg im Weißen Haus als "kleines militärisches Scharmützel" bezeichnet. "Ich nenne es ein Scharmützel, weil der Iran keine Chance hat. Die hatten sie nie", sagte der US-Präsident. Zugleich forderte er die Führung in Teheran auf, klug vorzugehen. Trump sagte über den Iran weiter: "Sie sollten das Vernünftige tun, denn wir wollen nicht dort einmarschieren und Menschen töten." Das sei ihm persönlich "zu hart".
Trump redet den Iran-Krieg bereits seit Wochen klein. Im März hatte er von einem "kurzen Ausflug" für die US-Streitkräfte gesprochen, diesen Montag sprach er von einem "Mini-Krieg". Beobachter vermuten, dass er damit der wachsenden Kriegsskepsis in der Bevölkerung entgegentreten will.
Nach einer Anfang Mai veröffentlichten Umfrage im Auftrag der "Washington Post" und des Senders ABC ist der Iran-Krieg inzwischen ähnlich unpopulär wie die Kriege im Irak und in Vietnam. Danach gaben 61 Prozent der Befragten an, der Militäreinsatz sei ein Fehler. Nur 19 Prozent glauben Trumps Angaben, das Vorgehen sei ein Erfolg für die Vereinigten Staaten. Im Lager der Republikaner halten 79 Prozent den Krieg allerdings weiter für richtig.