Millionenerbe
Knalleffekt nach Tod von Mango-Gründer: Sohn festgenommen
19.05.2026Der Millionenerbe soll seinen Vater bei einer Bergtour in die Tiefe gestoßen haben.
Anderthalb Jahre nach dem Tod des Gründers der spanischen Bekleidungskette Mango bei einer Bergtour ist sein ältester Sohn als Verdächtiger festgenommen worden. Die Festnahme von Jonathan Andic sei am Dienstagmorgen erfolgt, bestätigte die Polizei in der spanischen Region Katalonien der Nachrichtenagentur AFP. Mango-Gründer Isak Andic war am 14. Dezember 2024 im Alter von 71 Jahren ums Leben gekommen.
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Zum Unglückszeitpunkt war er mit seiner Familie in den Montserrat-Bergen in der Nähe der katalanischen Metropole Barcelona auf einer Wanderung unterwegs. Der Unternehmer stürzte mehr als hundert Meter tief in den Tod. In der Modebranche löste Andics Tod Bestürzung aus.
Sohn verstrickte sich in Widersprüchen
Die Ermittler gingen zunächst von einem tragischen Unfall aus. Ein Richter legte den Fall im Jänner 2025 zu den Akten, ohne Hinweise auf ein Verbrechen festgestellt zu haben. Im Oktober 2025 wurden die Ermittlungen wegen Widersprüchen in Jonathan Andics Aussagen jedoch wieder aufgenommen.
Zum Zeitpunkt von Isak Andics Sturz war den Ermittlungen zufolge nur sein ältester Sohn in seiner Nähe. Dieser beteuerte stets seine Unschuld und sprach von einem Unfalltod.
Unternehmer eröffnete 1984 erste Filiale
Isak Andic war 1953 als Sohn einer jüdischen Familie in der türkischen Metropole Istanbul zur Welt gekommen. Als er 14 Jahre alt war, zog er mit seiner Familie nach Barcelona. 1984 eröffnete er dort den ersten Mango-Laden. Sein Unternehmen entwickelte sich schnell zu einer der größten Bekleidungsketten Europas.
Mit einem Vermögen, das vom "Forbes"-Magazin auf 4,5 Milliarden Dollar (3,86 Milliarden Euro) geschätzt wurde, gehörte Andic zu den reichsten Menschen Spaniens. Posthum wurde der spanisch-türkische Geschäftsmann mit der Goldmedaille von Katalonien, der höchsten Ehrung der katalanischen Regierung, ausgezeichnet. Andics Sohn Jonathan fing 2005 nach seinem Studium in den USA und Spanien in dem Familienkonzern an und übernahm unterschiedliche Führungsposten.