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Milliardengeschäft: Abnehmspritze dank Echsen-Gift

03.02.2026

Die unscheinbare Gila-Krustenechse aus den Wüsten Nordamerikas hat der Medizin ein Milliardengeschäft beschert.

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© Getty Images
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Ihr giftiger Speichel enthält das Peptid Exendin-4, das Forschern in den 1990er-Jahren als Grundlage für neue Medikamente diente. Es ähnelt dem menschlichen Darmhormon GLP-1, wirkt jedoch länger im Blut. Exenatid (Anm. eine synthetische Version des Peptids Exendin-4) wurde im Jahr 2005 als GLP-1-Arzneimittel zugelassen. Es wird bei Menschen mit Diabetes Typ 2 eingesetzt.

Später entstand die zweite Wirkstoffgeneration, darunter Semaglutid, das Blutzucker senkt, den Appetit reduziert und die Magenentleerung verzögert. Der Erfolg dieser Präparate führte zu einem explosionsartigen Markt, wie "Bild" berichtet: Die Ausgaben in den USA stiegen demnach von 13,7 Milliarden Dollar (2018) auf 71,7 Milliarden Dollar (2023), ein Großteil entfällt auf Semaglutid-Produkte wie Ozempic und Wegovy.

Alles begann mit dem Speichel einer Wüstenechse, der der Pharmaindustrie Milliarden bescherte.