Razzia!

Nach Blackout-Anschlag: Großaktion in Berlin

24.03.2026

Nach dem spektakulärem Strom-Anschlag in Berlin schlägt die Polizei jetzt zurück. Hunderte Beamte sind im Einsatz. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

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© APA/dpa/Michael Kappeler
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Monate nach dem folgeschweren Anschlag auf das Berliner Stromnetz ist es jetzt zu einer Großrazzia gekommen. Seit den frühen Morgenstunden werden zahlreiche Wohnungen in mehreren Bundesländern durchsucht. 

Die Aktion richtet sich gegen mehrere Verdächtige, die bereits namentlich bekannt sein sollen.

Tausende saßen im Dunkeln

Der Hintergrund: Im September wurde bei einem Brandanschlag ein Strommast schwer beschädigt. Die Folgen waren massiv – rund 50.000 Haushalte und Betriebe waren plötzlich ohne Strom. Der Angriff traf vor allem den Technologiepark Adlershof – ein wichtiger Standort für Forschung und Industrie.

Verdacht auf linksextreme Gruppe

Laut Ermittlern richtet sich die Razzia gegen eine anarchistische bzw. linksextreme Szene. Schon kurz nach dem Anschlag war ein Bekennerschreiben aufgetaucht, in dem der Angriff als gezielte Aktion gegen Industrie und Infrastruktur dargestellt wurde.

Hunderte Polizisten im Einsatz

Die Dimension der Aktion ist enorm: Hunderte Einsatzkräfte durchsuchen gleichzeitig mehrere Orte. Trotz intensiver Ermittlungen bleibt es schwierig, den Verdächtigen konkrete Taten nachzuweisen. Ob es Festnahmen gibt, ist noch unklar. Klar ist aber: Die Behörden nehmen den Fall extrem ernst – schließlich zeigte der Anschlag, wie verwundbar kritische Infrastruktur ist.

Der Berlin-Blackout war einer der größten Stromausfälle der letzten Jahre – und könnte jetzt ein juristisches Nachspiel haben.