Hantavirus

Nach Kreuzfahrt-Ausbruch: Frau in Lebensgefahr

12.05.2026

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ gibt es nun einen besonders schweren Fall: Eine französische Passagierin kämpft aktuell um ihr Leben. Die Frau wurde nach der Evakuierung des Schiffs in ein Krankenhaus gebracht, ihr Zustand verschlechterte sich jedoch dramatisch. 

Zur Vollversion des Artikels
© AFP
Zur Vollversion des Artikels

Laut französischen Medizinern leidet die Frau an einer besonders schweren Verlaufsform des sogenannten kardiopulmonalen Syndroms, das durch südamerikanische Hantaviren ausgelöst werden kann. Die über 65-Jährige soll Vorerkrankungen haben und wird derzeit künstlich beatmet beziehungsweise mit einer künstlichen Lunge unterstützt.

Zustand plötzlich verschlechtert

Die Französin war gemeinsam mit vier weiteren Landsleuten nach der Ankunft des Schiffs in Teneriffa ausgeflogen und in Frankreich isoliert worden. Zunächst galt sie noch als Verdachtsfall. Erst nachdem sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert hatte, wurde die Infektion bestätigt. Die übrigen französischen Passagiere sollen bisher keine Symptome zeigen und negativ getestet worden sein.

© Antonio Sempere / AFP

© JORGE GUERRERO / AFP

Drei Tote auf „Hondius“

Der Ausbruch auf der „Hondius“ beschäftigt Gesundheitsbehörden weltweit. Während der Reise von Südamerika Richtung Atlantik starben bereits drei Passagiere, ein niederländisches Ehepaar sowie eine deutsche Reisende. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bestätigte mehrere Infektionen mit dem sogenannten Andes-Virus, einer seltenen Hantavirus-Variante, die in Ausnahmefällen auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

© Antonio Sempere / AFP

Die WHO stuft das Risiko für die Allgemeinbevölkerung derzeit zwar als gering ein, schließt aber weitere Fälle nicht aus. Wegen der langen Inkubationszeit werden Passagiere und Kontaktpersonen in mehreren Ländern weiterhin medizinisch überwacht.