"HAYI"

Neue Terrorgruppe attackiert jüdische Ziele in Europa

29.04.2026

Eine neue Terrorbedrohung sorgt für große Sorge in Europa: Sicherheitsbehörden schlagen Alarm und warnen vor möglichen schweren Anschlägen. 

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Hintergrund ist die Gruppierung „HAYI“, die seit 9. März mehrere Angriffe auf jüdische und westliche Einrichtungen in Europa verübt haben soll. Betroffen waren unter anderem Belgien, die Niederlande, Großbritannien und zuletzt auch Deutschland.

Serie von Anschlägen in Europa

Die Angriffe erfolgten meist nachts und richteten sich gegen Synagogen, Schulen oder Restaurants. Häufig kamen Brandanschläge oder einfache Sprengsätze zum Einsatz, bisher ohne Todesopfer. Die Gruppe bekannte sich zu mehreren Taten, teils über Videos im Internet.

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Warnung vor neuer Eskalation

Jetzt wird die Lage brisanter: Der deutsche Verfassungsschutz warnt davor, dass sich die Angriffe weiterentwickeln könnten. Künftig könnten nicht nur einfache Brandanschläge, sondern auch gefährlichere Methoden wie Sprengstoff oder Waffen eingesetzt werden. Das würde eine deutlich höhere Gefahr für Menschen bedeuten.

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Spur führt Richtung Iran

Besonders alarmierend sind neue Erkenntnisse zur Herkunft der Gruppe. Hinter dem Namen „HAYI“ verbirgt sich eine Bezeichnung, die übersetzt so viel wie „Islamische Bewegung der Gefährten der Rechtsgeleiteten“ bedeutet. Sicherheitsbehörden sehen Parallelen zu einer schiitischen Miliz im Irak, die unter einem ähnlichen Namen bekannt war und von den USA im Jahr 2024 als Terrororganisation eingestuft wurde. Kurz nach dem Tod eines ihrer Anführer bei einer Militäraktion Ende Februar setzte die Anschlagsserie in Europa ein.

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Experten und Behörden vermuten deshalb einen Zusammenhang: Die Attacken könnten eine Art Vergeltung darstellen. Hinweise deuten zudem auf Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden hin, die als militärischer Arm des Regimes gelten. Auch Sicherheitsexperten warnen, dass solche Angriffsformen in Europa schon länger aus diesem Umfeld propagiert werden.

Junge Täter im Fokus

Nach Einschätzung von Experten steht hinter „HAYI“ kein klassischer Terrorverband, sondern eher ein loses Netzwerk, so der Vize-Vorsitzende des Gremiums, Konstantin von Notz. Besonders alarmierend: Hinter vielen Taten könnten radikalisierte Jugendliche stecken, die gezielt über soziale Netzwerke angeworben werden. Das macht die Bedrohung schwer berechenbar. Klar ist: Die Sicherheitsbehörden rechnen mit einer weiteren Zuspitzung und warnen vor einer neuen Stufe der Terrorgefahr in Europa.