Mit 15.000 Mann
Schock-Simulation: So einfach kann Putin die NATO besiegen
13.02.202615.000 Soldaten reichen in der Simulation, um den Westen zu besiegen.
Vier Jahre nach Beginn des Ukraine-Krieges wächst die Angst vor einer militärischen Konfrontation zwischen Russland und dem Westen weiter. Eine von Experten durchgespielte Simulation zeigt nun, wie einfach Putin die NATO besiegen könnte.
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Die Simulation wurde dabei von der WELT in Zusammenarbeit mit dem „German Wargaming Center“ der Bundeswehr-Universität Hamburg durchgeführt. Der österreichische Militärexperte Franz-Stefan Gady übernahm dabei die Rolle des russischen Generalstabschefs.
Der Experte schildert im Podcast Ronzheimer, wie Russland einen Vorwand für einen Angriff schafft und strategisch vorgeht. Zentrales Element des Szenarios ist, dass Putin zunächst einen Waffenstillstand (im Sommer 2026) in der Ukraine nutzt, um seine Truppen neu zu ordnen und zu verstärken.
Putin erfindet Vorwand
Im fiktiven Plan greift Russland dann schon im kommenden Jahr über einen erfundenen humanitären Grund in Litauen ein und besetzt strategisch wichtige Positionen. „Um die militärischen Ziele im Baltikum zu erreichen, muss Russland … keinen einzigen Soldaten (dorthin) schicken“ – stattdessen könnten Raketenwerfer, Artillerie und Drohnen das Gebiet unter Feuerkontrolle bringen, so Gady.
Ein besonders kritischer Punkt der Simulation: Die USA stufen ein solches Vorgehen zunächst „nicht sofort als klaren NATO-Bündnisfall“ ein, und auch europäische Staaten zögern mit einer militärischen Reaktion.
Gady betont, dass die Kernfrage für die NATO laute: „Wollt Ihr wirklich eure Truppen riskieren, hohe Verluste riskieren, um das Baltikum zu schützen?“ Seiner Ansicht nach könnte das Ziel Russlands darin bestehen, „die Diskreditierung der NATO als Bündnis und die Schwächung der Europäischen Union“ zu erreichen – genau durch das Demonstrieren von Handlungsunfähigkeit im Ernstfall.