Nach Ukraine-Frieden

Geheim-Plan der Russen enthüllt: Neuer Deal mit USA geplant

Ein internes Kreml-Memorandum sorgt für Aufsehen: Moskau prüft offenbar eine umfassende Wirtschaftspartnerschaft mit den USA. Kernpunkt ist die Rückkehr zum Dollar-System nach einem Friedensdeal. 

Der Kreml lotet eine spektakuläre Kehrtwende in seinen Beziehungen zum Westen aus. Laut einem internen Memorandum, das der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ vorliegt, prüft Moskau eine umfassende Wirtschaftspartnerschaft mit einer möglichen Trump-Regierung.

Diese Pläne sollen greifen, sobald es einen Friedensdeal in der Ukraine gibt. Besonders brisant: Das Dokument sieht eine Rückkehr Russlands zum Dollar-Abwicklungssystem vor – ein Schritt, der die jahrelangen Bemühungen von Wladimir Putin (73), die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern, konterkarieren würde.

Stärkung für den Devisenmarkt

In dem Papier wird argumentiert, dass eine Rückkehr zum Dollar Russlands Devisenmarkt stärken und Schwankungen bei Zahlungen verringern könnte. Seit der Vollinvasion 2022 hatten die USA und ihre Verbündeten Dollar-Transaktionen als Sanktionsmittel genutzt. Für die USA wiederum würde dieser Schritt die Rolle des Dollars als globale Reservewährung festigen. Das Dokument listet insgesamt sieben Bereiche auf, in denen eine Zusammenarbeit zwischen Russland und den USA nach einem Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs denkbar wäre.

Kooperation bei fossilen Energien

Ein weiterer zentraler Punkt des Papiers ist die Förderung fossiler Brennstoffe. Russland schlägt vor, gemeinsam mit den USA in Erdgas, Offshore-Öl und kritische Rohstoffe zu investieren und diese gegenüber umweltfreundlicheren Alternativen zu bevorzugen. Auch finanzielle Vorteile für US-Unternehmen sind in dem Entwurf vorgesehen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) bestätigte Anfang Februar, dass Russland und die USA parallel zu den offiziellen Friedensgesprächen bereits umfangreiche bilaterale Wirtschaftsabkommen diskutieren.

Zweifel an Putins Absichten

Westliche Regierungsvertreter, denen das Papier bekannt ist, reagieren jedoch skeptisch. Sie halten es für unwahrscheinlich, dass Putin ein Abkommen anstrebt, das den Interessen Chinas massiv zuwiderläuft, da Peking derzeit ein zentraler Lieferant für die russische Kriegswirtschaft ist. Zudem vermuten Beamte hinter einigen Vorschlägen den Versuch Moskaus, gezielt Spannungen zwischen den USA und den europäischen Verbündeten der Ukraine zu säen. Ob diese Punkte Washington bereits offiziell vorgelegt wurden, bleibt derzeit noch unklar.

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