"Er hat Angst"
Top-Experte schockt mit schlimmem Trump-Verdacht
21.03.2026Timothy Snyder: „Trump will im Weißen Haus sterben.“
In einem aktuellen Interview mit der „Zeit“ analysiert der renommierte Historiker Timothy Snyder die prekäre Lage von US-Präsident Donald Trump angesichts der Eskalation im Nahen Osten. Nach iranischen Angriffen auf katarische Flüssiggasanlagen und Trumps massiven Vergeltungsdrohungen gegen das Gasfeld „South Pars“ sieht Snyder den Präsidenten in einem gefährlichen Dilemma gefangen.
"Trump ist schwach"
Laut Snyder ist die militärische Aggression gegen den Iran primär innenpolitisch motiviert. Trump versuche, von den drängenden Problemen im eigenen Land – wie den explodierenden Lebenshaltungskosten und historisch schlechten Umfragewerten – abzulenken. Snyder warnt jedoch davor, diese Aggression als Zeichen von Macht zu missverstehen: „Wir sollten nicht von der Prämisse ausgehen, dass Trump aus einer Position der Stärke heraus agiert. Trump ist schwach.“
Der Historiker betont, dass Trump die Kontrolle über die Situation verloren habe, da ein realer Krieg nicht nach den Regeln einer TV-Show funktioniere. Der Präsident stecke fest: „Ein verhältnismäßig kleiner Krieg bringt ihm nicht das, was er will, und vor einem großen Krieg hat er – zurecht – Angst“, so Snyder.
Für den angestrebten Umbau der USA in eine Autokratie bräuchte Trump einen Krieg mit Bodentruppen und massiven Opferzahlen, doch hierfür fehle ihm laut Snyder die „ideologische Überzeugung“.
Umfrage-Schock
Die statistische Untermauerung für Snyders These der Schwäche liefern aktuelle Umfragen von YouGov und dem „Economist“. Trotz Rückhalt in republikanischen Staaten lehnt eine deutliche Mehrheit der Amerikaner Trumps Vorgehen im Iran-Krieg ab. Seine Netto-Zustimmungswerte in der Außenpolitik und Wirtschaft sind auf dramatische minus 21 gefallen; insgesamt befürworten nur noch 41 Prozent seine Amtsführung.
Snyders Fazit über Trumps Motivation ist düster. Er glaubt, der Präsident wolle die Macht niemals abgeben: „Trump will für immer an der Macht bleiben; im Weißen Haus sterben, mit dem Friedensnobelpreis um den Hals, auf sauberen Laken gebettet.“ Sollten die Demokraten bei den Zwischenwahlen im November siegen, befürchtet Snyder eine gefährliche Destabilisierung im Inneren: Trump werde dann wohl „nicht davor zurückschrecken, notfalls ein furchtbares Chaos in den USA zu kreieren.“