Ab Montagfrüh

Trump kündigt "Projekt Freiheit" für Straße von Hormuz an

03.05.2026

US-Präsident: "Dies ist eine humanitäre Geste im Namen der Vereinigten Staaten, der Länder des Nahen Ostens, aber insbesondere des Iran" 

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Die USA werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Montagfrüh damit beginnen, in der Straße von Hormuz festsitzende Schiffe zu befreien. Trump schrieb Sonntagabend in einer länglichen Erklärung auf seiner Plattform Truth Social, Länder aus der ganzen Welt hätten die USA gefragt, ob sie helfen könnten, ihre Schiffe zu befreien. Es handle sich um Schiffe aus Teilen der Welt, die in keiner Weise in das verwickelt seien, was sich derzeit im Nahen Osten abspiele.

"Zum Wohle des Iran, des Nahen Ostens und der Vereinigten Staaten haben wir diesen Ländern mitgeteilt, dass wir ihre Schiffe sicher aus diesen gesperrten Wasserstraßen geleiten werden, damit sie frei und ungehindert ihren Geschäften nachgehen können. Ich habe meine Vertreter angewiesen, ihnen (den Ländern) mitzuteilen, dass wir uns nach besten Kräften bemühen werden, ihre Schiffe und Besatzungen sicher aus der Meerenge herauszuholen." Dieser Prozess "Project Freedom" werde Montagfrüh nahöstlicher Zeit beginnen.

Positive Gespräche

"Mir ist voll und ganz bewusst, dass meine Vertreter sehr positive Gespräche mit dem Iran führen und dass diese Gespräche zu etwas sehr Positivem für alle führen könnten", schrieb Trump weiter. Die Verlegung der Schiffe sei lediglich dazu gedacht, Menschen, Unternehmen und Länder zu befreien, die absolut nichts falsch gemacht hätten und Opfer der Umstände seien. "Dies ist eine humanitäre Geste im Namen der Vereinigten Staaten, der Länder des Nahen Ostens, aber insbesondere des Iran."

 

Die Karte zeigt die Lage der Straße von Hormuz zwischen Iran und Oman am Persischen Golf. Eine rote Linie markiert die US-Blockadelinie an der Meerenge. Im kleinen Übersichtsbild ist die Region im globalen Kontext dargestellt. Quelle: dpa.

 

 

Auf vielen der Schiffe würden Lebensmittel knapp. "Ich denke, es wäre ein großer Schritt, um den guten Willen all derer zu zeigen, die in den vergangenen Monaten so erbittert gekämpft haben. Sollte dieser humanitäre Prozess in irgendeiner Weise gestört werden, muss dieser Störung leider mit Härte begegnet werden." 

Erneut Angriff auf Schiff

In der Straße von Hormuz wurde unterdessen erneut ein Schiff angegriffen. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) teilte auf der Plattform X am Sonntag mit, der Kapitän eines nordwärts fahrenden Massengutfrachters habe einen Angriff mehrerer kleiner Boote gemeldet. Zu dem Vorfall kam es demnach elf Seemeilen westlich der iranischen Stadt Sirik. Alle Besatzungsmitglieder seien wohlauf, und es seien keine Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet worden, hieß es.

Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete am späten Abend, ein Schiff sei auf Anordnung der iranischen Marine gestoppt worden, um Dokumente zu prüfen. Diese Maßnahme sei im Rahmen der Überwachungsverfahren erfolgt. Von einem Angriff war nicht die Rede.

Seit Beginn des Iran-Kriegs ist es in der Straße von Hormuz wiederholt zu derartigen Vorfällen gekommen. Der von den USA und Israel angegriffene Iran hat mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die wichtige Meerenge weitestgehend zum Erliegen gebracht. Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran verhängt. Sie haben so nach eigenen Angaben bisher 49 Schiffe gestoppt, wie das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X mitteilte.