Bündnis-Krise
Trump zweifelt an NATO – Kritik an Verbündeten
28.03.2026Der Streit innerhalb der NATO eskaliert: US-Präsident Donald Trump zweifelt offen an der Unterstützung für seine Partner und greift dabei auch Deutschland und Kanzler Friedrich Merz scharf an.
Bei einem Kongress in Miami sorgte Trump mit drastischen Worten für Aufsehen. „Wir wären immer für sie da gewesen, aber jetzt, angesichts ihres Verhaltens, müssen wir das wohl nicht mehr, oder?" Der US-Präsident zeigte sich verärgert darüber, dass die NATO die USA im Krieg mit dem Iran nicht unterstützt habe. „Ich glaube, es war ein gewaltiger Fehler, dass die NATO einfach nicht da war."
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„Warum sollten wir helfen?“
Trump stellte auch die finanzielle Rolle der USA infrage. Seinen Angaben zufolge würden die Vereinigten Staaten jährlich Hunderte Milliarden Dollar für die Sicherheit der Verbündeten aufbringen. Seine klare Ansage: „Warum sollten wir für sie da sein, wenn sie nicht für uns da sind?"
Der Krieg mit dem Iran sorgt bereits seit längerem für Spannungen zwischen den USA und ihren europäischen Partnern. Washington wirft den NATO-Staaten Untätigkeit vor. Zudem beklagen die USA, Militärstützpunkte von Verbündeten nicht oder nur verzögert nutzen zu können.
Trump greift Merz frontal an
Besonders scharf ging Trump den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz an. Bei seinem Auftritt in Miami sagte er: „Der deutsche Bundeskanzler - das sind alles meine Freunde - Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: "Das ist nicht unser Krieg"." Trump konterte prompt und stellte infrage, warum dann der Ukraine-Krieg als Angelegenheit der USA gelten solle.
Bereits zuvor hatte Trump Kritik an Deutschland geübt und eine Aussage aus Berlin als „unangemessen" bezeichnet. Der Satz „Das ist nicht unser Krieg" stammt ursprünglich von Verteidigungsminister Boris Pistorius. Merz selbst hatte zuletzt betont: „Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden."
Hilfe für wichtige Ölroute gefordert
Trump hatte die NATO-Partner konkret um Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormuz gebeten, einer zentralen Route für den weltweiten Ölhandel. Da die Verbündeten dieser Bitte nicht nachkamen, verschärfte der US-Präsident seine Kritik deutlich.
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Merz warnt vor Eskalation
Später konterte Merz die Kritik aus Washington deutlich. Beim F.A.Z.-Kongress 2026 sagte er: „Was Trump da im Augenblick macht, ist nicht Deeskalation und der Versuch, da eine friedliche Lösung hinzubekommen, sondern eine massive Eskalation mit offenem Ausgang" Zudem warnte er: „Das sind Eskalationen, die schon bedrohlich sind. Nicht nur für die Betroffenen, sondern für uns alle."