Massentourismus
Urlaubs-Hammer: Diese Stadt verdoppelt Gebühren
27.05.2026Wer Barcelona künftig nur für wenige Stunden besucht, muss indirekt mit höheren Kosten rechnen. Die spanische Metropole plant strengere Regeln gegen den Besucheransturm. Besonders eine Gruppe von Urlaubern soll künftig deutlich mehr bezahlen.
Im Fokus stehen vor allem Kreuzfahrtpassagiere, die nur kurz in Barcelona anlegen und die Stadt als Tagesgäste besuchen. Für diese Besucher soll die Tourismusabgabe deutlich steigen. Geplant ist eine Verdoppelung der Gebühr, von bisher vier auf künftig acht Euro.
- Urlauber haben keinen Anspruch auf Leitungswasser
- Österreicher vor Lignano tot aus Meer geborgen
- Wut um Kroatien-Strand: Bagger zerstören Adria-Idylle
Die neue Regelung könnte bereits in den kommenden Monaten umgesetzt werden.
Werden Urlauber die Kosten spüren?
Für viele Reisende dürfte die Änderung zunächst kaum auffallen. Denn zusätzliche Hafen- und Tourismusgebühren sind häufig bereits im Preis von Kreuzfahrten enthalten. Ob Passagiere die höheren Kosten am Ende direkt bezahlen müssen, hängt vor allem von den Reedereien ab. Diese entscheiden, ob sie die Zusatzbelastung selbst übernehmen oder an ihre Gäste weitergeben.
Barcelona geht gegen Massentourismus vor
Die Maßnahme ist Teil eines größeren Plans der Stadtregierung, den enormen Besucherandrang einzudämmen. Besonders Kreuzfahrtschiffe stehen seit längerem in der Kritik, weil tausende Tagesgäste gleichzeitig in die Innenstadt strömen. Barcelonas Bürgermeister Jaume Collboni machte seine Haltung zuletzt deutlich. Gegenüber der Zeitung El País sagte er: „Ich möchte Kreuzfahrtpassagiere davon abhalten, nach Barcelona zu kommen.“
Bis zum Ende des Jahrzehnts soll deshalb auch die Zahl der Kreuzfahrtterminals reduziert werden.
Urlaub in Barcelona wird teurer
Nicht nur Kreuzfahrtgäste müssen tiefer in die Tasche greifen. Bereits seit dem Frühjahr gelten in Barcelona höhere Tourismusabgaben für Hotelgäste und Urlauber in Ferienunterkünften. Je nach Unterkunft fallen zusätzliche Gebühren pro Nacht an, dazu kommt ein städtischer Zuschlag. Die Botschaft der Stadt scheint klar: Tourismus bleibt wichtig, soll aber stärker reguliert und teurer werden.