Iran

US-Außenminister: Mullahs schwächer als je zuvor

29.01.2026

US-Außenminister Marco Rubio hat die iranische Führung als so schwach wie nie zuvor bezeichnet.  

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© APA/AFP/MANDEL NGAN
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Die Wirtschaft des Landes liege am Boden, sagte Rubio am Mittwoch vor einem Kongressausschuss. Er prognostizierte, dass die Proteste auf der Straße wieder aufflammen würden. Dies steht jedoch im Widerspruch zur Bewertung von US-Geheimdiensten, die die Führungsriege in Teheran trotz der wirtschaftlichen Probleme intakt sehen, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten.

Einem US-Beamten zufolge hat sich Präsident Donald Trump noch nicht für einen Militärschlag entschieden. Die geschwächte Lage der iranischen Regierung mache es für die USA vorteilhaft, auf ein Abkommen zur Entnuklearisierung zu drängen. Trump hatte den Iran am Mittwoch unter Androhung eines massiven Militärschlags zu Verhandlungen gedrängt. "Der nächste Angriff wird weitaus schlimmer ausfallen", schrieb er in sozialen Medien. Die Führung in Teheran konterte und warnte, ein solcher Konflikt werde für die USA zu einem neuen Milliardengrab.

Parallel dazu bereitet die Europäische Union die Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation vor, nachdem Frankreich seinen Widerstand aufgegeben hatte. Die EU-Außenminister wollen bei ihrem Treffen am Donnerstag in Brüssel neue Sanktionen als Reaktion auf die Niederschlagung der Proteste im Iran beschließen.