Millionen neue Akten

Epstein-Bruder packt aus: Jeffrey wurde ermordet

05.02.2026

Mark "Puggy" Epstein (71) hat ein Ziel: Er will beweisen, dass sein Bruder Jeffrey Epstein (†66) am 10. August 2019 nicht Selbstmord beging, sondern ermordet wurde.

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© U.S. Department of Justice
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In einem Interview mit der "Bild" erklärt Epstein, die neuen Dokumente aus der "Skandalakte Epstein" hätten seinen Verdacht "weiter bestärkt". Trotzdem beklagt er die "riesigen, klaffenden Lücken" in den Akten.

Der Bruder ist überzeugt: "Das war kein Selbstmord." Mark betont: "Es gibt nur drei Möglichkeiten, in Haft zu sterben: Selbstmord, natürliche Ursachen – oder Mord!"

"Wenn Selbstmord ausgeschlossen wird, bleibt nur eine Möglichkeit" 

Seine Hoffnung liegt nun in einem neuen Pathologiebericht: "Wenn Selbstmord ausgeschlossen wird, bleibt nur eine Möglichkeit." Besonders stutzig machen ihn die neuen Videos aus dem Hafttrakt in den letzten Stunden von Jeffrey. Mark meint: "Es muss hier jemanden mit einer Handkamera gegeben haben – daher stammen manche Bilder!" Derzeit ist eine Herausgabe aller Aufnahmen nicht genehmigt.

Er wirft der Autopsie vor: "Zwei Pathologen waren dabei. Beide sagten zuerst: Es sieht eher nach Mord aus als nach Selbstmord." Bis heute steht dies aber in keinem offiziellen Bericht. Barbara Sampson, New Yorks damalige Chef-Gerichtsmedizinerin, erklärte den Tod zum Suizid: "Obwohl sie Jeffreys Leiche nie gesehen hat." Er kommt zum Entschluss: "Das stinkt bis zum Himmel!"

Viele Unregelmäßigkeiten

Die vielen "Zufälle" verhärten seinen Verdacht. Die Wächter schliefen oder sahen in dem Moment weg. Das Feueralarmsystem war außer Betrieb und sein Zellennachbar wurde verlegt. Die Bewegungsmelder schienen manipuliert.

Weiter spricht gegen Selbstmord auch, dass bei einem laufenden Kautionsantrag die Summe von mehr als 100 Millionen Dollar bereits sicher gewesen sei. Mark erklärt: "Mein Bruder hätte in seinem Luxushaus auf den Prozess warten können." Für ihn sei es nicht nachzuvollziehen, warum sein Bruder sich selbst umgebracht haben soll.

Behörden widersprechen Verschwörungstheorie

Epstein wirft Ex-Justizminister Bill Barr (75) vor: "Als Barr sagte, er habe das Video gesehen und sei überzeugt von Selbstmord, wusste ich: Vertuschung." Er fragt sich: "Warum schaut sich der Justizminister persönlich ein Gefängnisvideo an?"

Laut Barrs Behauptung hat niemand die Zelle betreten. Doch für Epstein ist das kein Argument. Epstein erklärt: "Man konnte die Etage betreten und verlassen, ohne im Kamerawinkel zu erscheinen." Er beschuldigt wegen dieser Unregelmäßigkeit die damalige Trump-Regierung der Vertuschung.

Die beiden Behörden US-Justizministerium und US-Bundespolizei FBI widersprechen Verschwörungstheorien rund um Epsteins Tod. Erst im vergangenen Jahr veröffentlichten sie gemeinsam im Juli 2025 eine Erklärung: "Nach sorgfältigen Ermittlungen ist das FBI zu dem Schluss gekommen, dass Jeffrey Epstein in seiner Gefängniszelle Suizid beging."