Türkises Wasser

Geheim-Tipp: Dieser Ferienort im Mittelmeer wird immer beliebter

24.01.2026

Der türkische Badeort Kemer erlebt einen massiven Touristenansturm. Bis Ende November 2025 strömten Millionen Urlauber in die kleine Gemeinde an der Mittelmeer-Riviera – so viele wie noch nie. 

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Bis zum 30. November 2025 besuchten 3,48 Millionen Urlauber den Badeort Kemer. Zählt man die Tagesgäste hinzu, steigt die Zahl sogar auf rund 4,5 Millionen Besucher. Das erklärte Cansın Efir, Verantwortlicher der Tourismusabteilung der Gemeinde Kemer, laut lokalen Medien. Auch die Zeitung „Hurriyet“ berichtete darüber. Rechnerisch kommen damit rund 90 Touristen auf jeden Einwohner.

Während in anderen Regionen der Türkei Hotels schließen müssen, boomt Kemer weiter. Rund 22 Prozent aller Antalya-Touristen entfielen auf den Badeort, der weniger als eine Autostunde von der Millionenmetropole Antalya entfernt liegt.

Russen größte Besuchergruppe

Besonders beliebt ist Kemer bei russischen Urlaubern, gefolgt von türkischen Inlandstouristen und Deutschen. Russland stellte 2025 mit 1.095.000 Gästen erneut die größte Besuchergruppe, nach 1.067.000 im Jahr 2024. Deutsche Urlauber hingegen orientieren sich zunehmend um.

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Ein Grund für die Beliebtheit ist die Lage: In unmittelbarer Nähe befindet sich die antike Stadt Phaselis mit rund 2.600 Jahre alten Ruinen, die zu den meistbesuchten Ausflugszielen der Region zählt. Die drei historischen Buchten der antiken Hafenstadt ziehen jährlich fast eine halbe Million Besucher an.

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Kemer liegt zudem spektakulär zwischen Mittelmeerstränden und dem bis zu 3.000 Meter hohen Taurusgebirge.

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Auch die Olympus Teleferik trägt zur Attraktivität bei. Mit einer Streckenlänge von 4.350 Metern zählt sie zu den längsten Seilbahnen weltweit und bietet weite Ausblicke über Küste und Gebirge. 

Ob der Boom anhält, bleibt abzuwarten. Die Türkei ist weiterhin von hoher Inflation und politischen Spannungen betroffen. Zudem sorgten Todesfälle – auch deutscher Urlauber – durch Vergiftungen Ende 2025 für Verunsicherung unter Reisenden. 

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