Verstörende Details

Kinder in Horror-Haus gefangen: Kein Internet, kein WC-Gang, kein Licht

03.05.2025

Die drei Kinder eines deutschen Ehepaars waren seit der Corona-Pandemie in einem Haus im spanischen Oviedo eingesperrt. Jetzt kommen neue, verstörende Details ans Licht, ihre Lebensumstände glichen einer jahrelangen Folter ... 

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Die Jalousien waren ständig unten, wie die Nachbarn der Polizei berichtet hatten. Vier Jahre lang wurden die drei Buben gefangen gehalten, durften nie raus. Keine Freunde, kein Licht, immer flüstern - so traurig sah ihr "Alltag" in den vergangenen vier Jahren aus.

Am 28. April betritt die spanische Polizei erstmals das Anwesen und findet Erschreckendes. Stickige Luft, feuchte Wände. Dabei sieht das Horror-Haus von draußen wie eine spanische Riviera aus, mitten im Grünen, Palmen rundherum. Doch was hinter den Wänden geschah, ist schrecklich.

Kinder konnten sprechen

Im ersten Stock entdeckten die Ermittler zwei Babybetten mit Gitter, dort sollen die achtjährigen Zwillinge geschlafen haben. Auch der zehnjährige Bruder sprach mit der Polizei - offenbar konnten die Kinder Englisch und wirkten dabei "gut erzogen", wie die Bild-Zeitung schreibt.

Unterricht von zu Hause

Die Jungs wissen, was ein Ozongerät ist, aber nicht, wie ein Pausenbrot schmeckt. Sie kennen nur die harten Stühle im „Klassenzimmer“, das ihr Vater im Gäste-Appartement eingerichtet haben soll: drei Stühle, Anatomie-Bücher, eine Weltkarte. Die Kinder lernen Lesen, Schreiben, Zeichnen – auf Englisch. Und sie malen Bilder, darunter ein Monster.

Morgens begann der Unterricht mit ihrem Vater, danach gab es Brettspiele. Fernsehen war verboten, keine elektronischen Geräte wie Handy und Tablet, kein Internet!

Im ganzen Haus: Masken, Verbandsmaterial, Binden, Tampons. Die Angst der Eltern vor Krankheiten oder einer Pandemie zeigt sich im Haus wieder. Die Ermittler entdecken mehrere Geräte, die der Luftverbesserung dienen sollen, diese sind rund um die Uhr im Betrieb.

Beschränkter Toilettengang

Besonders erschreckend: Die Burschen müssen Windeln tragen, dürfen nur zu bestimmten Zeiten aufs WC - ihr Toilettengang war auf ein Minimum begrenzt.

Der Vater dürfte die Mutter und die drei Jungs kontrolliert haben. Seine Frau selbst ist schwer übergewichtig und kann sich kaum bewegen, hat das Haus selbst nie verlassen. 

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