Totes Tier

Ist Touristen im Weg: Wal "Timmy" wird doch geborgen

19.05.2026

In der Geschichte des toten Buckelwals „Timmy“ gibt es eine überraschende Wende. Entgegen ersten Plänen soll der verwesende Kadaver vor der dänischen Insel Anholt nun doch bald geborgen werden. 

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Der tote Meeressäuger soll nun doch nicht einfach dem Lauf der Natur überlassen werden. Die dänischen Behörden haben sich umentschieden und wollen „Timmys“ Körper bergen sowie eine Autopsie ermöglichen. Bisher hatte es eigentlich geheißen, dass der Wal vor Anholt liegen bleiben soll. Da der Kadaver allerdings im flachen Wasser an einem gut besuchten Strand liegt, befürchten die Umweltbehörden eine starke Belästigung für Touristen und Einheimische durch den Verwesungsprozess.

Der leblose Wal soll voraussichtlich in der kommenden Woche abtransportiert werden, was auch ein Sprecher des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern bestätigte. Ein genauer Tag oder eine exakte Uhrzeit stehen wegen fehlender verlässlicher Informationen noch nicht fest, weshalb auch keine TV-Übertragungen oder festen Termine angekündigt werden können. Da die Urlaubsinsel Anholt in Nordeuropa liegt, reisen auch viele Österreicher gerne für Naturerlebnisse dorthin, weshalb der Vorfall internationale Aufmerksamkeit erregt.

Experten übernehmen die Bergung

Für die schwierige Bergung und die anschließende Untersuchung des Buckelwals sind dänische Forschende und Tierärzte verantwortlich. Die Fachleute wollen den Vorfall nutzen, um tiefere Erkenntnisse über die Tiere zu gewinnen. Aktuell arbeiten die Verantwortlichen vor Ort noch intensiv an einer passenden Lösung für den Abtransport des riesigen Tierkörpers.

Wertvolle Proben für Wissenschaft

Es geht bei der Aktion nicht nur um die Säuberung des Strandes für die Menschen vor Ort. Jane Hansen von der zuständigen Umweltbehörde erklärte dazu offiziell: „die es gleichzeitig ermöglicht, eine Obduktion durchzuführen und wertvolle wissenschaftliche Proben für Forschungszwecke zu sichern“. Details zum genauen Ablauf der Obduktion sind noch offen.