Schönheits-Pfusch

Milliardär (65) wollte größeren Penis und stirbt bei OP

31.01.2026

Nach dem Tod eines Milliardärs während einer Penisvergrößerung in Paris sind nun die verantwortlichen Schönheitschirurgen verurteilt worden. Der Fall sorgte international für Aufsehen. 

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Der 65-jährige Diamantenhändler Ehud Arye Laniado starb 2019 während einer Penisvergrößerungsoperation in der Pariser Schönheitsklinik Saint-Honoré-Ponthieu. Die Klinik im Zentrum der französischen Hauptstadt ist vor allem für ihre wohlhabende Kundschaft bekannt.

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Mann starb nach Injektionen

Laut Medienberichten wurden die beiden beteiligten Ärzte nun verurteilt. Während des Eingriffs erlitt Laniado einen Herzstillstand. Zu diesem Zeitpunkt wurden ihm Injektionen verabreicht, die den Penis optisch vergrößern sollten. Die Behandlung fand außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Klinik statt.

Auch prominenter Schönheits-Doc angeklagt

Beteiligt war unter anderem der prominente Schönheitschirurg Guy H., der Laniado bereits mehrfach behandelt hatte. Nach dem Todesfall leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung ein. Im weiteren Verlauf kamen Vorwürfe der unterlassenen Hilfeleistung, Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz sowie die Ausübung der Heilkunde ohne gültige Zulassung hinzu.

Ein Pariser Gericht verurteilte Guy H. am Mittwoch zu 15 Monaten Haft. Zusätzlich erhielt er ein lebenslanges Berufsverbot. Ein weiterer Arzt, der an diesem Abend kurzfristig eingesprungen war, wurde zu einer zwölfmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt.

20.000-50.000 Euro Strafzahlung für Todesopfer 

Beide Mediziner müssen zudem Geldstrafen zahlen: 50.000 Euro für Guy H. und 20.000 Euro für seinen Kollegen. Ehud Laniado war Eigentümer des Diamantenunternehmens Omega Diamonds. Personen aus seinem Umfeld beschrieben ihn als sehr auf sein äußeres Erscheinungsbild bedacht und als regelmäßigen Nutzer kosmetischer Eingriffe.