Musik und Feuerwerk

Millionen begingen weltweit den Jahreswechsel

31.12.2007

Weltweit gingen Millionen Menschen auf die Straßen und feierten mit Musik und Feuerwerk den Beginn des Jahres 2008.

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Millionen Menschen auf der ganzen Welt haben in der Nacht auf Dienstag den Jahreswechsel gefeiert. Auf den Straßen der Wiener Innenstadt feierten 630.000 Menschen auf dem Silvesterpfad. 50.000 Moskowiter lauschten auf dem Roten Platz in der russischen Hauptstadt den Kreml-Glocken, die das Jahr 2008 einläuteten. Im von Gewalt gequälten Irak wagten sich die Einwohner Bagdads nach draußen und sangen und tanzten in den Straßen.

Riesenfeuerwerk in Sydney
Das erste Riesenfeuerwerk zur Begrüßung des neuen Jahres gab es in Sydney, wo der Jahreswechsel schon um 14.00 Uhr MEZ eintrat. In New York, wo die berühmte leuchtende Kugel am Times Square zum hundertsten Mal den Countdown bis 00.00 Uhr symbolisieren sollte, warteten zu der Zeit noch Hunderttausende auf das große Fest.

Mehr als eine Million Menschen kam in Sydney zusammen, um dem Feuerwerk am Hafen beizuwohnen. Das größte Feuerwerk der Geschichte wurde von zwölf Computern gesteuert. Rund 1.700 Polizisten sorgten für Sicherheit in der australischen Großstadt, die zum Jahreswechsel voller Touristen war.

Jubiläum in New York
Mehr als eine Million Menschen haben das neue Jahr auf dem New Yorker Times Square begrüßt. Im Zentrum der riesigen Party stand um Mitternacht der "gute Rutsch" der Kristallkugel, einer seit 100 Jahren gepflegten Tradition. Anlässlich des Jubiläums wurde die Kugel mit 9.576 Leuchtdioden erneuert. Anschließend setzte in den Straßenschluchten der Metropole Konfettiregen ein.

Japaner feierten am Flughafen
Auch in mehreren Metropolen Asiens versammelten sich Hunderttausende, um das neue Jahr zu begrüßen. Lediglich in Japan war die Feierlaune durch schlechtes Wetter getrübt. 71 Flüge wurden wegen Schneefällen abgesagt, rund 7.000 Passagiere saßen dadurch an den Flughäfen fest.

"Sternmarsch" in Berlin
In Berlin zog es rund eine Million Menschen an die Partymeile vom Brandenburger Tor bis zum Großen Stern. Berichte, wonach die Strecke wegen Überfüllung zeitweise für neue Besucher gesperrt werden musste, wies die Polizei zurück. Vielmehr seien die Zugänge schrittweise vom Brandenburger Tor bis zum Großen Stern verlagert worden, um die Menschenmenge besser zu verteilen.

"Eintracht" in Paris
Auch die Prachtstraße der französischen Hauptstadt Paris, die Champs-Elysées, war mit feiernden Menschen überfüllt. Rund 400.000 Franzosen und Touristen kamen zusammen. Paare, Familien mit Kinderwagen und Reisende aus aller Welt bevölkerten die Avenue, die in einer kerzengeraden Linie vom Triumphbogen bis zur Place de la Concorde verläuft.

Bagdad auf den Beinen
In Bagdad, das fast täglich von blutigen Anschlägen erschüttert wird, kam zum ersten Mal seit dem US-geführten Einmarsch von 2003 eine große Menschenmenge zusammen. Viele junge Menschen, aber auch Familien feierten den Jahreswechsel auf den Straßen der irakischen Hauptstadt. Die Polizei hatte die Zufahrtstraßen zur Innenstadt aus Sicherheitsgründen abgesperrt.

Benedikt mangelt's an Hoffnung
Mit einem "Te Deum" im Petersdom beging Papst Benedikt XVI. den Ausklang des alten Jahres. Er sprach über die "zahlreichen Herausforderungen wie Konsumgeist und Verweltlichung, die auf Gläubige und Menschen guten Willens zukommen". Bei der traditionellen Vesper für die Römer wies der Pontifex auf ein "Mangel an Hoffnung" hin, der wie "eine dunkle Krankheit der westlichen Zivilisation" sei.

Den Auftakt des Jahres 2008 wollte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Dienstag mit einer Messe zum katholischen Weltfriedenstag begehen, der seit 40 Jahren am Neujahrstag begangen wird.

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