Massive Bedrohung

NASA warnt vor unentdeckten "City-Killer-Asteroiden"

17.02.2026

Die Gefahr aus dem Weltraum ist realer, als viele glauben. Nasa-Expertin Kelly Fast warnt nun eindringlich vor sogenannten City-Killer-Asteroiden, die bisher unentdeckt durch unser System rasen. 

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Die Bedrohung durch Gesteinsbrocken aus dem All beschäftigt die Expertin für Planetenverteidigung Kelly Fast massiv. Bei einer Tagung in Phoenix machte sie deutlich, dass vor allem die Asteroiden Sorgen bereiten, von denen die Menschheit noch gar nichts weiß. Diese Brocken sind groß genug, um ganze Städte auszulöschen, aber oft zu klein oder zu dunkel, um von aktuellen Teleskopen rechtzeitig erfasst zu werden.

Tausende Brocken noch unentdeckt

Laut Modellrechnungen der Nasa existieren rund 25.000 dieser erdnahen Objekte mit einem Durchmesser ab etwa 140 Metern. Das Problem dabei: Bisher sind erst rund 40 Prozent dieser potenziellen Gefahren katalogisiert. „Meine Aufgabe ist es, Asteroiden zu finden, bevor sie uns finden“, erklärt Fast ihre Mission gegenüber der britischen Sun. Die Suche gestaltet sich jedoch schwierig, da viele Objekte kaum Sonnenlicht reflektieren oder sich aus Richtung der Sonne nähern, was optische Teleskope fast blind macht.

Neue Technik ab nächstem Jahr

Um diese Lücke zu schließen, setzt die Nasa auf das neue Weltraumteleskop NEO Surveyor. Dieses soll ab dem Jahr 2027 im Infrarotbereich arbeiten und so auch extrem dunkle Objekte aufspüren können. Das Ziel ist klar definiert: Innerhalb weniger Jahre soll der Großteil aller gefährlichen Asteroiden gefunden und deren Flugbahnen exakt bestimmt werden, um Überraschungen zu vermeiden.

Entwarnung für bekannten Asteroiden

Wie tückisch die Berechnungen sein können, zeigte kürzlich der Fall des Asteroiden 2024 YR4. Während erste Daten noch eine Einschlagsgefahr für das Jahr 2032 vermuten ließen, gaben Nasa und europäische Forscher nach weiteren Messungen Entwarnung. Das Risiko eines Erdreffers liegt mittlerweile praktisch bei null. Lediglich für den Mond besteht in den 2030er Jahren noch eine minimale Restchance für einen Einschlag.